Dazu noch abschließend
Robert schreibt:
..was andere hier so ungehemmt an Thesen und Kommentaren reinschreiben
dürfen,
ebenfalls auf schwacher Quellen-/Datenlage
In der Diskussion hast du nämlich so getan, als wäre die Aussagekraft
deiner zitierten Studie über jeden Zweifel erhaben und das war unredlich
und kostete die Zeit eines Jeden, der deine Zeilen ernst nahm und
antwortete.
Dazu muss ich abschließend noch etwas sagen.
Du tust hier, als ob jeder ernsthaft und sachlich geantwortet hat. Das waren aber nur ein Teil. Man hätte den thread zumindest nur schließen können, um das noch nachvollziehen zu können.
Es wurde plötzlich ein Grundsatzdebatte daraus über Einwanderungspolitik und Patriotismus/Nationalismus, was gar nicht das Ziel des Beitrages war. Es wurden ebenfalls beliebig Behauptungen eingestreut, die ebenfalls keiner Überprüfung standhalten oder auf Vermutungen basierten
(bell curve, Gefahr durch Islamisierung, es gibt keine nennenswerte Fremdenfeindlichkeit ) Insofern wird hier mMn mit zweierlei Maß gemessen.
Es gab in der Tat zwei Schwächen der Studie
a) Das Datum der Erhebungen (2005-2010)
und
b) eine angebliche Fälschung der Polizeistatistik, welche die Daten zugunsten von Regierungsinteressen verzerrt
a) war bezgl. meiner Frage aber irrelevant, welche da lautete:
Zudem stellt sich für mich in diesem Zusammenhang die Frage, ob Sexismus und sexualisierte Gewalt oder generell Gewalt nicht als gesamtgesellschaftliches und „gesamtsystemisches“ und nicht als ethnisches Phänomen betrachtet werden sollte
Um diese Frage zu beantworten, reichen die alten vorhandene Daten bzw. die gesamte Studie doch völlig aus (welche nicht nur auf Polizeistatistiken beruhte, sondern dessen Schwächen sogar mit einbezogen hatte !!). Zudem bezog die Studie auch religiös motivierte Kriminalität mit ein (Dunkelfeldstudien).
Als alt würde ich Daten auch nicht gerade bezeichnen (bis 2010), beziehen aber halt die Flüchtlingsströme und somit die aktuelleren Straftaten nicht mit ein.
Die Studie konnte jedenfalls schlüssig darstellen, dass Kriminalität rückblickend überwiegend kein religiöses/ethnisches Problem ist, sondern ein gesamtgesellschaftliches, wo viele mulit-kausale Aspekte mit reinspielen. Eine Relativierung war also angebracht auch in Betracht auf die zukünftige Integration.
Zudem besteht in der gegenwärtigen Situation die Gefahr, was auch medial zu beobachten ist, dass muslimische Straftaten besonders ausgeschachtet und pauschalisierend auf die Koran-Kultur
zurückgeführt werden. Aufgrund der vielen verbalen und physischen Gewalttaten seitens einer Minderheit (Anzünden von zig Asyslunterkünften u.a.) und der generell aufgeheizten Stimmung durch die Medien, braucht es unbedingt ein differenziertes Hinschauen bzgl. der Entstehung von Straftaten und beliebiges Pauschalisierungen müssen vermieden werden zur Deeskalation. Das rechtfertigt jetzt aber nicht die falsche Informationspolitik der Regierung. Es muss aber auch die falsche Informationspolitik der Merkel-Gegner betont werden. Und das vermisse ich leider hier
Denn es konnte auch nicht glaubhaft dargestellt werden, dass die jetzigen neueren Straftaten alle rein ethnischen (kulturspezifischen) Ursprungs sind. Ein Teil sicherlich aber nicht alle. Hier wird oftmals vorschnell geurteilt und die ganze Debatte wird ständig mit anderen Dingen vermischt.(Islamisierung des Abendlandes u.a.)
b) Eine Fälschung der Polizeistatistik konnte rückwirkend nicht nachgewiesen werden, sondern nur in Bezug auf neuere Datenerhebungen, vor allem in Zusammenhang mit der Flüchtlingswelle. Das hatte ich auch nicht verneint.
Man kann bestenfalls den Verdacht haben, dass auch vor der Flüchtlingsproblematik schon gefälscht wurde. Dieser Verdacht wurde in meinen Augen aber dadurch abgeschwächt, dass die Studie auch ehrlich war mit den vorhandenen Daten, also klar anzeigte, dass Gewalttaten unter Muslimen überdurchschnittlich sind und sogar auch die Männlichkeitsnorm betonte. Es wurden halt aber noch viele andere Aspekte mit einbezogen, die zu diesen Gewalttaten führen, durch Untersuchung der jeweiligen Milieus und Lebensumstände und Dunkelfeldstudien (Befragungen). Eine Relativierung war also gerechtfertigt, um einer Pauschalisierung vorzubeugen, dass Kriminalität generell mit der Kultur des Korans zu tun hätte.
Mir ging es also einzig nur um diese Frage, ob man bei Gewalt die Ethnie hervorheben soll oder ob das nicht zur Monokausalität verführt und es viel wichtiger ist, genau hinzuschauen, was die Milieuumstände sind.
Leider wurde dann immer mehr dazu gedichtet und es kam zu einer Grundsatzdebatte über die Einwanderungspolitik , Merkel bzw. ob Muslime generell erwünscht sind oder nicht u.a., was gar nicht das Ziel des Beitrages und der Fragestellung war.
Sicherlich hat der Beitrag noch andere Schwächen gehabt, wie zum Beispiel die einzige Betonung auf die Wutbürger, was aber auch beabsichtigt war. Ein bisschen provokant darf es ja wohl sein.
Mach´ deine sozialen Experimente besser in der FH oder Fußgängerzone,
aber nicht hier.
Mit dieser Aussage kann ich nichts anfangen.
Gruß