Ein Missverständnis und ein falscher Schluss

MausS, Mittwoch, 16.12.2015, 19:43 (vor 3703 Tagen) @ mabraton2085 Views
bearbeitet von unbekannt, Mittwoch, 16.12.2015, 20:15

...
Der Staat als Oberhort jeglicher Kriminalität und Amoralität findet

in

jener historischen Phase schließlich seine Meister - die ihn im

Ausleben

ihres höchsten Eigennutzes rücksichstlos zugrunde richten.


Ich weiß was Du meinst, allerdings werden wir aktuell gerade eher Zeuge
der Errichtung eines Superstaates.

Das ist ja lediglich der Versuch der Protagonisten und Nutznießer des bestehenden Systems, das nicht zu Rettende zu retten, bzw. dessen Scheitern längstmöglich aufzuschieben, um daran persönlich längstmöglich den größtmöglichen Nutzen ziehen zu können.

Dessen Selbstzweck ist es Umverteilung
vor zu nehmen und eine Angleichung zwischen Individuen zum Zweck der
ökonomischen und sozialen Kontrolle zu bewirken.

Alles nur Mittel zum von mir oben genannten Zwecke.

...

Politik ist auch das Forum, in dem gesellschaftliche Prozesse

ausgetragen/

ausgefochten werden. Vor allem resultieren daraus verbindliche

Regelungen,

auch für Dich. Insofern hat die, in Deinen Augen, kriminelle

Tätigkeit

einiger Deiner Vorfahren dafür gesorgt, dass die äußeren Umstände

für

ein glückliches Leben aktuell noch ziemlich gut sind.


Dies ist keinesfalls derem Wirken zu verdanken, sondern basiert auf

rein

zufälligem Geschehen.
Die tiefere philosophische Betrachtung dieses Aspektes würde ein

eigenes

Forum bis zum Übermaße füllen können,
weil ja selbst vermeintlich große Geister an der "Kategorie Zufall"
gnadenlos scheitern.


Kannst Du mir zu der These, dass die Entwicklungen des Staates als Form
des Gemeinwesens auf rein zufälligem Geschehen basiert bitte ein paar
Zusammenhänge liefern?

Ich bezog Deine Formulierung "...dass die äußeren Umstände für ein glückliches Leben aktuell noch ziemlich gut sind." recht allgemein auf mich und Dich und "uns hier" (in DE bzw. im Forum oder so).

Weite Teile der Weltbevölkerung und erst recht unserer irdischen Mitgeschöpfe aller Arten werden dies, auch gegenwärtig, vollkommen anders sehen.

"Der Staat" bzw. "die Staaten" haben sich ganz sicher nicht zufällig entwickelt, wie hätte ich so etwas überhaupt auch nur denken können?!
Jedoch: "dieser" und "jener" konkrete Staat haben sich ganz sicher nur aufgrund einer unendlichen Vielzahl von Zufällen entwickeln können.

Denn ohne die Möglichkeit des zufälligen - nicht des
willkürlichen!
- Geschehens würde die Welt, weder als

solche,

noch in unserer Wahrnehmung, überhaupt nicht existieren können.


Das geht ja noch viel weiter und widerspricht dem Prinzip von Ursache und
Wirkung.

Und hier ziehst Du, und damit bist Du im Forum in bester Gesellschaft, einen logisch komplett falschen Schluss!

Zwischen Ursache und Wirkung besteht stets ein kausaler Zusammenhang - aber aufgrund der Unendlichkeit des Seins als solchem (welches wir als universelles Geschehen wahrnehmen) gibt es, mal stark vereinfacht formuliert, auch unendlich viele Ursachen - welche nun ihrerseits in ihrem unnendlichen Zusammen- und Wechselwirken unendlich viele mögliche Wirkungen hervorrufen.

Kausalität und Zufälligkeit schließen sich mitnichten aus, nein, sie bedingen sogar einander!

Ohne den durch die Unendlichkeit bedingten Zufall wäre die Existenz eines, wie auch immer, wahrnehmbaren und sich selbst erfahrenden (universellen) Geschehens nicht vorstellbar.

Dann "stünde alles still" - quasi stünde das Nichts als solches an der Stelle des Universums. [[top]]

Beste Grüße

MausS

--
"Der Tod der Menschheit ist nicht nur ein denkbares Ereignis, wenn der Sozialismus triumphiert, sondern er stellt das Ziel des Sozialismus dar."
Igor Schafarewitsch, 1980


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