Der Grundsatz der Verhältnismässigkeit bleibt.
Diese Liste zeigt die Unsinnigkeit, wegen der relativ bescheidenen
Gefahr
des Terrorismus Grundrechte, wie Meinungsfreiheit und Privatsphäre,
weiter
einzuschränken.
Du übersiehst, dass es sich beim Terrorismus nicht um "eine relativ
bescheidene Gefahr" handelt. Die Anzahl der Toten kennt noch keiner.
Aber die Gefahr kann man dennoch ausrechnen: Wahrscheinlichkeit mal Ausmass. Und beides dürfte sehr klein sein; es gibt keinen Grund, das eine oder andere wahnsinnig gross anzusetzen. Bis pro 1 Mio Einwohner mehr Leute am Terrorismus sterben als heute am Strassenverkehr, müsste sich sehr viel ändern.
Und
die damit verbundenen permanenten Angst- und Schreckenszustände, die ja
beabsichtigt sind, haben eine lähmende Auswirkung auf die
Lebensverhältnisse der ganzen Bevölkerung.
Dann nimm dich an der eigenen Nase und fantasiere keine Gefahr herbei, die objektiv so nicht einzuschätzen ist.
Ich kümmere mich doch nicht um kleine Probleme, wenn deren Lösung
unverhältnismässig teuer ist (in Geld, aber auch in Aufgabe von
Grundrechten, siehe oben) und ich gleichzeitig viel grössere habe, die
mit
wesentlich kleinerem Preis, jedenfalls ohne Aufgabe von Grundrechten,
gelöst werden könnten.
Die Unlogik bleibt bestehen. Eine Sache kann nicht deshalb unterbleiben,
weil sie zu schon bestehenden hinzukommt.
Das hat ja auch niemand behauptet. Aber solange du keine Angst vor den objektiv grösseren Gefahren hast (Erfahrungswerte, Extrapolation der historischen und gegenwärtigen Zustände), ist Hysterie wegen der kleineren Gefahr einfach Käse.
Sie muss aus sich selbst
beurteilt und nicht in Relation zu anderen vernachlässigt werden.
Doch. Wenn ich mich bewusst in eine Gefahr begebe, eine Felswand runter zu stürzen (z.B. beim Bergsteigen), dann ist die Angst, dass ich an einer Lungenentzündung sterbe, die ich mir wegen einer bei der Bergtour zugezogenen Erkältung zugezogen habe, einfach lächerlich.
So lange ich mich in die statistisch seit Jahrzehnten viel grössere Gefahr begebe, von einem Auto zerfetzt zu werden, ist die Terrorangst einfach irrational.
Nochmals: ich bin vehement gegen diese unkontrollierte und meiner Beobachtung nach von den meisten Leuten nicht gewünschte Masszuwanderung. Aber mit irrationalen Argumenten wird man hier nicht weiterkommen.