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yihi, Samstag, 12.12.2015, 18:30 (vor 3708 Tagen) @ M. S.1305 Views
bearbeitet von unbekannt, Samstag, 12.12.2015, 20:27

Hi,

1) Mit undiversifiziert meine ich undiversifiziert INNERHALB der Asset Klasse "EM Bonds). Wenn Du 14% der AUM (bzw. sogar 18% deines Bondportfolios, da nur 77% investiert) in irakische Anleihen investierst, dann ist das einfach nur ein Klumpenrisiko.

Diversifikation ist der "only free lunch" im passiven Investing und daher wichtig.

2) Gebühren. Ich würde höhere Gebühren nicht unbedingt mit höheren Erträgen rechtfertigen - denn diese scheinen hier nicht den aussergewöhnlichen Fähigkeiten der Fondsmanager zuzuschreiben zu sein, sondern der Tatsache, dass es sich um eine riskante Assetklasse handelt. Sie wird somit mit hoher Volatilität, Währungsrisiko und Ausfallrisiken erkauft.

Fakt ist doch, wenn ich in IM Bonds investieren will, kann ich das via ETF tun - der ist
a) diversifizierter
b) günstiger
und
c) wird zum NAV gehandelt.

3) Discount kann ein zweischneidiges Schwert sein. Wer sagt denn, dass dieser nicht noch grösser werden kann? z.B. 25%? Ich habe persönlich schon Closed Fund discounts von 30% und mehr gesehen.

Man scheint auf eine Art "mean reversion" zu spekulieren - d.H., dass dieser irgendwann wieder 0 wird. Man müsste sich aber dann auch fundamental überlegen, wieso dies denn der Fall sein soll?

4) Müsste man natürlich prüfen, wie sich der Cash-Bestand über die Zeit entwickelt hat. Aber ich sehe keinen Grund, weshalb der Fonds auf soviel Cash sitzen sollte. Man gibt ja damit sozusagen 23% Rendite auf - und bezahlt dafür noch Gebühren. Wenn man Cash halten will, kann man dies als Anleger auch auf dem Sparkonto tun.

Grüsse
yihi


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