Der Fall Kiesewetter

Michael Krause, Freitag, 11.12.2015, 14:14 (vor 3709 Tagen) @ Albrecht3876 Views

Ich halte es für sehr unwahrscheinlich, dass die beiden Uwes die Polizistin Kiesewetter erschossen haben. Der ebenfalls angeschossene Kollege von M. Kiesewetter hat unter Hypnose Einzelheiten zu dem Tathergang rekonstruiert. Das von ihm angefertigte Phantombild eines der beiden Täter sieht den beiden Uwes überhaupt nicht ähnlich. Typisch war für die Uwes inbesondere ihr Haarschnitt. Daran hätte der Polizist sich erinnert. Der auf dem Phantombild abgebildete Täter hat aber volles dunkeles Haar und sieht abgesehen davon völlig anders aus.

Die Aussage von Tschäpe liest sich wie aus der Ermittlungsakte Kiesewetter abgeschrieben. Dort wird die Entwendung der Dienstwaffen als Tatmotiv hervorgehoben, wenn auch mit der Einschränkung, dass dieses geleitet wird durch die Absicht Macht gegenüber der Staatsmacht auszuüben.

Ich denke aber, das steht überhaupt nicht im Einklang mit dem sonstigen Vorgehen der beiden Uwes. Diese haben sich immer an wehrlosen Ausländern vergriffen. Sie haben zwar auch Banküberfälle verübt, dies geschah aber zur Finanzierung ihres Lebens im Untergrund.

Die ansonsten verfolgte Yugo Spur versandete. Zwar hat der Hauptverdächtige nachweislich vielfach die Unwahrheit in seiner Vernehmung gesagt, aber das kann auch andere Gründe haben.

Falls es also zutrifft, dass die beiden Uwes die Kiesewetter nicht erschossen haben, warum beschuldigt Tschäpe diese dann?

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Das einzige Recht des Sklaven ist das Recht auf Arbeit und das darf man ihm nicht nehmen.


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