Dies war die ursprüngliche Haltung des Westens (USA) gegenüber Syrien

pigbonds, Samstag, 05.12.2015, 13:17 (vor 3714 Tagen) @ Martin3530 Views

Man kann aber genauso fragen, warum die Türken die Kurden bekämpfen,

sie

aber gleichzeitig Ölgeschäfte miteinander machen.


Die Türken fürchten die Unabhängigkeitsbestrebungen der Kurden
innerhalb der
Türkei (PKK); im Irak bilden sie aber Kurden (Peschmerga) im Kampf

gegen

ISIS aus.


Aus diesem Grund macht es Sinn, wieder in Landesgrenzen zu denken, und
diese zu respektieren. Dann sieht man noch immer, ob es Syrien, bzw. der
Irak schaffen Übergriffe auf türkische Gebiete zu unterbinden. Wenn die
Türkei es dann nicht schafft, den dort lebenden Kurden ausreichend
Eigenständigkeit zu gewähren ist das nicht das Problem der
Nachbarländer. Jedenfalls war ich in den 70er-Jahren von einem kurdischen
Abgeordneten zum Essen in die Kantine des türkischen Parlaments eingeladen
worden, und ich hatte nicht den Eindruck, dass sich die Leute damals nicht
vertragen hätten.

Es war doch die Irak-Erfahrung, die die USA - und damit den Westen - davon abgehalten
hat, in Syrien sofort einzugreifen.
Der Proxy-War (Saudis vs Iran) entstand, weil der Westen nicht eingreifen wollte.
Nun rutscht der Westen Jahr um Jahr tiefer rein.

Das zeigt vor allem eins: der "Machbarkeitswahn" der im Westen bei sowohl Interventionisten
wie Nicht-Interventionisten herrscht, wurde an den Beispielen Irak und Syrien
widerlegt. Es gibt keinen Knopf, den man drücken kann und schon gar keinen im
Westen.


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