Weiße, warme oder kalte Weihnachten .

Olivia, Montag, 30.11.2015, 10:47 (vor 3719 Tagen) @ helmut-13715 Views
bearbeitet von unbekannt, Montag, 30.11.2015, 10:54

Jahr für Jahr habe ich mir vorgenommen, dieses Kesseltreiben für mich
und meine Familie zu beenden. Das letzte Jahr ist es mir gelungen, schon
drei Tage vor dem Weihnachtsfest den berühmten Schlüssel herumzudrehen;
- ich wertete das als persönlichen Erfolg. Dieses Jahr beginne ich
bereits jetzt damit, zu sortieren, was ich wirklich, um Schaden für den
Betrieb und die Familie abzuwenden, im Dezember noch erledigen muss und
was ich auch getrost in den Januar verschieben kann.

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Den Weihnachtsstress habe ich bereits als junger Mensch abgeschafft. In den letzten Jahren wurde "Weihnachten" bescheiden gefeiert für die Tochter. Am zweiten Feiertag gab es ein großes Essen für die Freunde.

Dieses Jahr wird Weihnachten ganz ruhig gefeiert. Nur meine Tochter und ich, ein schönes Abendessen und ein schöner Wein.

Mir ging durch den Kopf, dass die Menschen in der Ukraine ohne Strom da sitzen und dass im vergangenen Jahr zwischen den Jahren (durch Wetterereignisse) auch in Westeuropa stromfreie Tage entstanden. Ich überlegte mir, wie die Menschen früher, ohne Strom, ohne Dämmung, ohne komfortable Heizung mit harten Wintern umgegangen sind. Ein harter Winter soll kommen, das meinen zumindest die Meteorologen. Was würden wir tun? Selbst unsere Schlafgewohnheiten richten sich daran aus, dass die Zimmer wohltemperiert sind und wir uns um nicht viel kümmern müssen. Mir fluteten mittelalterliche Bilder durch den Kopf. Kuperkessel, Schafsfelle, Kerzen und Feuerstellen.

Nun, ganz so schlimm würde es wohl nicht werden. Aber ich machte mich auf die Suche nach Schafsfellen. Das Internet bietet ja unendliche Möglichkeiten. Ich fand mich wieder mit einem Schafsfell und ein paar Stiefeln für meine Tochter. So bin ich über Umwege dann doch wieder beim weihnachtlichen Einkauf gelandet. Doch ich freue mich darüber. Sie friert leicht und ein Fell um Bett wird ihr gut tun. Gute Stiefel brauchte sie auch.

Für mich aber war das Surfen im Zusammenhang mit Schafen ein wunderbares Erlebnis. Das Auswählen des Felles führte mich zu den vielen unterschiedlichen Schafsrassen, die es in Europa gibt und die teilweise immer noch vom Aussterben bedroht sind. Im Internet kann sich jeder über die vielen, unterschiedlichen Rassen informieren und über die Züchter, die oft erst spät zu ihrer "Berufung" fanden. Ich habe gelernt, was für wunderbare Geschöpfe Schafe sind und wie lange sie dem Menschen bereits Wärme und Nahrung geben. Das Wundern und das Bewundern dieser sanften Tiere ist geblieben und irgendwo auch ein bißchen Demut. Viele der alten Arten dienen heute der Landschaftspflege und der Erhaltung der Artenvielfalt. Und: wer wußte schon, dass Deutschland das artenreichste Land Europas sein soll?

Eine frohe Vorweihnachtszeit.

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