mal etwas Licht ins Dunkel

nereus, Dienstag, 10.11.2015, 17:44 (vor 3731 Tagen) @ SUCRAM2188 Views

Hallo Sucram!

So ganz schlau werde ich aus Deinen nebulösen Zeilen nicht, aber ich möchte Dir zumindest kundtun, was Frau Weber zu Eichmann herausfand und ich dies für bedeutungsvoll halte.

Eichmann erklärt dort: ≫(Durcheinander) In #gelöscht# wurde ich verurteilt, weil ich, und das sage ich Ihnen nun auch als langjähriger Fachmann, denn ich habe ja gewissermaßen mein halbes Leben als Polizeimann zugebracht, weil die Punkte offenbar so diffiziler Natur sind und die Akte Zentner wiegt, dass meine eine Verurteilung in #gelöscht# nicht so ohne weiteres durchfuhrbar war, zumal die Gegenseite sich daraus ein materielles Kapital verspricht.≪

Das Dokument ist sehr schlecht lesbar und widersprüchlich, da der Interviewte
selbst kurz vorher sagt: ≫Nein, mir ist kein Prozess gemacht worden, konnten sie auch nicht.≪
..
In Osterreich und Deutschland ist Eichmann sicher nicht verurteilt, auch das US-Justizministerium weis von keinem Verfahren. Und einen Prozess im sowjetischen Einflussgebiet hatte Eichmann kaum überlebt.
Dieses Verfahren, verrat er einige Seiten weiter, sei im Rahmen des Prozesses erfolgt, den Rudolf Kasztner in Israel gegen sich selbst beantragt hatte, um sich von der Beschuldigung, mit den Nazis in Budapest kollaboriert zu haben, reinzuwaschen.
Kasztner, ein jüdischer Journalist und Jurist aus Ungarn, war von 1943–45 stellvertretender Vorsitzender des Komitees fur Hilfe und Rettung der zionistischen Bewegung in Budapest. In dieser Position verhandelte er mit der deutschen Besatzungsmacht über die Auswanderung ungarischer Juden.
Nachdem ihm in einem Zeitungsartikel Ende 1952 vorgeworfen wurde, sich persönlich bereichert und seine Verwandten vor der Deportation gerettet zu haben, während er Hunderttausende in den Tod schickte, strengte Kasztner einen Verleumdungsprozess
an, den er verlor. 1957 fiel er einem Attentat zum Opfer.
Erst nach seinem Tod, 1958, entlastete ihn das Oberste Gericht Israels größtenteils von den gegen ihn erhobenen Vorwürfen.
Sollte Kasztner also ein Verfahren gegen Eichmann angestrengt haben, kann dies im Grunde nur in Israel und vor 1957 geschehen sein. Alle zu Rate gezogenen Historiker haben von solch einer Verurteilung nie etwas gehört.

Quelle: www.gabyweber.com/dwnld/ebooks/eichmannbuch.pdf

Also, Adolf Eichmann wurde schon einmal vor dem spektakulären Prozeß angeklagt aber nicht verurteilt, was aus unbekannten Gründen nicht gelang. Niemand weiß etwas über einen angestrebten oder realen Prozeß. Der Ort des Verfahrens wurde gelöscht.
Die einzige Spur führt nach Israel zu Herrn Kasztner, der mit den Nazis über die Deportationen verhandelt hatte. Dieser Kastznter wird jedoch 1957 erschossen.

Frau Weber fand auch heraus, daß Eichmann in Argentinien als Doppelagent für Israel und Deutschland arbeitete.

Bei Henneke Kardell las ich, daß Eichmann in der Nähe von Haifa als „katholischer Jude“ das Licht der Welt erblickte.
Das könnte VT sein, aber nehmen wir mal an, er hätte recht.
Das würde bedeuten: Ein Jude zeichnet für die Deportationen von Juden verantwortlich? [[hae]]

Tom Segev sagte, daß der Mossad Eichmann nie suchte.
Als Nazi-Jäger Wiesenthal Eichmann in Österreich festnehmen lassen wollte, grätschte ein Mossad-Agent dazwischen. [[hae]]

Und dann liest man noch:

≫Vor seiner Abreise hat Eichmann dem Schintlholzer gegenüber geäußert, dass er Dokumente und Unterlagen über die Endlösung der Judenfrage in Norddeutschland (vermutlich im Raum Celle) sichergestellt habe≪, heist es in einem BND-Vermerk.158 Wo diese ≫Unterlagen über die Endlosung der Judenfrage≪ zum Schluss gelandet sind, ist unklar. Der BND dürfte das wissen.

Quelle, wie oben

Die Unterlagen, die alles belegen, sind bis heute verschwunden? [[hae]]
Findest Du das alles nicht etwas sonderbar?

mfG
nereus


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