Kultur ist die Summe der Wertemuster

KK, Sonntag, 08.11.2015, 13:54 (vor 3740 Tagen) @ Falkenauge3324 Views

Hallo Falkenauge,

ganz so sehe ich das nicht. Ich glaube, dass die Abstammung an sich eine
immer geringere Rolle spielt. Das zeigt sich an etlichen farbigen Menschen
oder Angehörigen anderer weißer Völker, die wirklich integriert sind und
sich primär als Deutsche fühlen, mit der deutschen Kultur tief verbunden
sind.

Also das Entscheidende scheint mir die jeweilige Kultur eines Volkes zu
sein, die nicht von der blutsmäßigen Abstammung bestimmt wird, wenn sie
auch natürlich über die Generationen weitergetragen wird. Insofern ist
das Volk als Kulturgemeinschaft keine Bluts-, sondern eine seelische
Gemeinschaft, in die prinzipiell jeder hineinwachsen kann.

Kultur ist die Summe der gemeinsam gelebten Wertemuster einer Gemeinschaft / Gesellschaft, die sich über die Zeit durch das Zusammenleben der Menschen entwickelt haben (in Diktaturen vorgegeben werden).
Diese Wertemuster sind aber nicht in Stein gemeißelt, sie werden vielmehr laufend aktualisiert, angelehnt am „Großen Geschehen in der Welt“, dies um so mehr, je mehr die Vernetzungsdichte unserer Welt sich steigert.
Treffen nun im Sinne von Migration verschiedene Kulturen zusammen, ist das, was sich daraus ergibt, keine Frage von Rasse, Verwandtschaft etc., sondern von Wertemustern, die mehr oder weniger kompatibel sind.
Heißt, hat ein Migrant weitgehend identische Wertemuster, kann er sich in seine Gastgesellschaft ohne jegliche Probleme integrieren ja sogar assimilieren.
Je mehr Unterschiede in den Wertemustern, desto schwieriger (ggf. unmöglich) wird die Integration.

Und die Vielfalt
der Kulturen muss erhalten werden.

Warum?

Letztlich sagst Du, daß diametral gegensätzliche Wertemuster erhalten werden sollen, die es derzeit leider gibt, die u.a. sich in Kriegen und Schlächtereien in der ganzen Welt ausdrücken.
Wäre es nicht viel sinnvoller, die in globalen Organisationen festgeschriebenen Basiswerte in die Wertemuster möglichst vieler Kulturen einfließen zu lassen? Und dies möglichst auch durchzusetzen per Ächtung (nicht per Beglückung).
Dies geht leider nur, wenn alle bereit sind, ihre Wertemuster auf den globalen Prüfstand zu legen.

Aber darauf kommt es an: Die Menschen müssen integrierbar und
integrierwillig sein. Das muss ein sorgsam zu führender Prozess sein.

Ja, es geht um die gelebten Wertemuster des Gastlandes, die die Gäste erleben müssen um sie leben zu können. Und es ist ein Prozeß, der über Generationen geführt werden muß, dessen Ergebnis wir in D heute schon einschätzen können (3. Generation) .

Das geschieht aber bewusst nicht und wird jetzt durch die Überflutung
völlig verunmöglicht.

Mag sein; verunmöglicht nur, wenn wir unsere eigenen Wertemuster aufgeben.

Freundliche Grüße
KK


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