Frage zu den Kosten in Singapur
> Sie hausen in Lagern auf der anderen Seite der Grenze und werden am frühen Morgen auf LKW-Pritschen auf die Baustelle gekarrt. Dort arbeiten sie 12h am Tag, 7 Tage die Woche, für einen Hungerlohn.
> Das wesentliche ist: diese Arbeiter haben ein Ziel, einen Traum, für den sie schuften:
> Ihr größter Traum ist, selber einmal in so einem Hochhaus zu wohnen
Wie geht das - mit einem "Hungerlohn"?
Hast Du konkrete Zahlen: Lohnhöhe, Lebenshaltungskosten, Miete, Immobilienpreise?
Also ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass ein Bauarbeiter jemals in so einen Neubau einzieht. Bei mir in Buenos Aires kostet der Quadratmeter einfacher Neubau inzwischen etwa das halbe Jahreseinkommen eines Durchschnittsverdieners - Tendenz eher steigend, da nach Meinung der Immobilienbranche erstens die Preise immer noch unter internationalem Niveau liegen und zweitens die Bautätigkeit nicht ausreicht, um den theoretischen Bedarf zu decken.
Bei den Mieten sieht es nicht viel besser aus. Der Quadratmeter Monats-Kaltmiete einer mittleren Wohnlage entspricht um die 3 Stunden Arbeitslohn einer gering qualifizierten Tätigkeit. Dazu kämen in einem Hochhaus noch Nebenkosten, die bis zur Hälfte der Kaltmiete ausmachen können. (Und der Makler "gönnt" sich dann auch noch jedes Jahr eine Monatsmiete als Gebühr.)