Die Hopi und die Verantwortung
Gemeinschaft ist, wo wir heil werden.
Unter Regeln, Verpflichtung, Verantwortung, Verschuldung... werden wir
nicht heil.
Lieber Hinterbänkler,
Bei aller Gemeinsamkeit: Hier haben wir nach wie vor einen Dissens.
Ich gehe bekanntlich davon aus, dass das Verantwortlichkeitsgefühl ein Urgefühl ist. Wer es ablegen will, muss sein Gewissen ablegen, und deshalb gelingt dies auch Dir nicht.
Was sagen die Hopi?
fett von mir:
Im April 2013, als das Pariser Auktionshaus Néret-Minet Tessier & Sarrou sich auf die Versteigerung von 70 Katsinam vorbereitete, schrieben die Hopi an das Auktionshaus und baten darum, den Verkauf abzusagen. Sie begründeten ihre Bitte damit, dass die öffentliche Darstellung und der Verkauf der Katsinam für sie einer massiven Beleidigung gleichkommt.
„Allein die Tatsache, dass ein Preisschild an diese kulturell bedeutenden und religiösen Objekte geheftet wurde, ist jenseits von empörend“, sagte Leigh Kuwanwisiwma, Direktor des Hopi Cultural Preservation Office. „Sie haben keinen Marktwert. Punkt.“
(...)
Wir verbrachten den Morgen damit, den Geschichten des Hopirates und der religiösen Anführer zu lauschen: wie sie ihre Führungspositionen erlangten und wie religiösen Anführern bereits im Kindesalter Verantwortung übergeben wird, um, bis sie dazu körperlich nicht länger in der Lage sin, ihre Pflichten zu erfüllen – eine lebenslange Ehre und eine lebenslange Verantwortung.
http://www.survivalinternational.de/artikel/3316-katsina-hopi-usa
Nun könnte man natürlich einwenden, die Hopi seien auch nicht mehr, was sie einmal waren. Aber es würde mich dennoch nicht überzeugen.
Vielleicht melden sich die Hopi in der fraglichen Angelegenheit ja noch zu Wort hier.
Grüsse, Zara