Die höhere Macht ist die Evolution des Schwarms

Zarathustra, Montag, 12.10.2015, 10:17 (vor 3759 Tagen) @ Mephistopheles3640 Views

fett von mir:

Phase III – System, Evolution, Conditio Humana

Über die strukturfunktionalistische Theorie, die im Kern auf den von Robert F. Bales konzipierten Variablen der Handlungsorientierung beruht, aus der die vier Grundfunktionen des „sozialen Systems“ („AGIL-Schema“) abgeleitet sind, geht Parsons schließlich hinaus und ersetzt den Struktur-Begriff durch den Systembegriff. Der Strukturfunktionalismus wird zusehends in einen Systemfunktionalismus überführt.

Die Komplexität der Austauschverhältnisse zwischen Wirtschaftssystem, Persönlichkeitssystem, Gemeinschaftsstrukturen (Familienhaushalten), politischem und sozio-kulturellem System wird in dem gemeinsam mit Neil J. Smelser verfassten Werk Economy and Society (1956) analytisch entfaltet.

Gesellschaft erscheint als ein System, dessen Entwicklung Parsons mit evolutionstheoretischen Begriffen analysiert. Die Studie Societies (1966) beschäftigt sich mit primitiven und archaischen Formen, den als „Saatbeet-Gesellschaften“ bezeichneten Hochkulturen, die sich durch Schriftgebrauch auszeichnen. In The System of Modern Societies (1971) wird die Heraufkunft von Gegenwartsgesellschaften, die über Kenntnis des Rechts verfügen, im Prozess sozio-kultureller Evolution nachgezeichnet.

Dabei unterteilt er Evolution in vier Subprozesse:

Differenzierung, d. h. die Entstehung funktionaler Teilsysteme der Gesellschaft;
Standardhebung durch Anpassung („adaptive upgrading“), wodurch diese Systeme ihre Effizienz steigern;
Inklusion, d. h. die Einbeziehung bislang ausgeschlossener Akteure in Subsysteme;
Wertgeneralisierung, d. h. die Herstellung einer breiteren Legitimationsbasis für immer komplexere Systeme.

https://de.wikipedia.org/wiki/Talcott_Parsons

Grüsse, Zara


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