Merkel im Gefängnis - wer soll nachfolgen? Wäre der oder die in Summe "besser"?

Blum, D, Donnerstag, 08.10.2015, 23:41 (vor 3764 Tagen) @ DT4207 Views

.... Ohne sie wäre dieses Wahnsinnsprojekt nie angefangen worden

Merkel persönlich ist dafür verantwortlich, daß ...
Das geht alles ganz anders, wenn man nur will, siehe Schweiz.

Das ist nicht "das System". Das ist das SYSTEM MERKEL.

Lieber DT,

glaubst Du, ich wollte Dir widersprechen? - Mitnichten!

Das Tragische ist, wir sind alle Menschen und irgendwohineingewoben, keiner von uns ist über alle Maßen unantastbar oder unverletztlich. Und in jeder Nachfolge steckt ein dunkles Geheimnis, das aus wieder anderen Perspektiven Gefahren aufzeigt. (Merkel mag Macht, doch glaube ich kaum, dass sie in einen größeren Korruptionsskandal als Dibelius/ Mappus verstrickt sein könnte. Ein Strauss war politisch wie finanziell ein anderes Kaliber, vielleicht mehr Licht, aber auch mehr Schatten.)

Wollen wir einen Demagogen, einen langweiligen, repräsentativen Michel, einen Isolationisten, einen Führer, oder wollen wir eine vielfältig austarierte Demokratie, die wie die Schweiz keine dezidierten Obermacker aufweist, sondern viele Arbeiter hat, die sich gegenseitig intensiv auf die Finger schauen?

Was ich meinte: wenn sich Deutschland als Einheit wenigstens nach außen definieren könnte, wird es stärker und damit verhandlungsmächtiger erscheinen, als wenn wir Selbstzerfleischung feiern.

Wenn wir im System bleiben, also keine NWO 2. Ordnung schaffen, dann wird ein Nachfolger möglicherweise das eine oder andere Problem besser lösen als sie, aber ich garantiere Dir: die Glaubwürdigkeit im Ausland wird nicht durch ein wie auch immer frisch geartetes Gesicht auf einen Schlag besser als heute. Und die Schwierigkeiten, die wir heute haben, werden wie im Dritten Reich durch die Vielzahl an Mitläufern aus der wohlorganisierten Masse gebildet, darunter auch diejenigen, die Wissenskanäle bewachen und sagen können, es sei ihnen egal, wer unter ihnen die Leuchtfigur abgibt.

Ein starkes Land hat starke Institutionen, die klare Aufträge ohne Ansehen der Person abwickeln. Hierin sind manche Länder erheblich besser als Deutschland heute. Daran sollten wir uns orientieren, doch nach außen einen Auftritt haben, der zeigt, dass wir auch auf unser unvollkommenes System stolz sein dürfen, denn mehr Länder sind erheblich schlechter als wir, was diese institutionellen Kräfte betrifft.

Zu einem gelebten Rechtsstaat zurückzukehren wäre schon eine wichtige aktuelle Aufgabe, in D, in der EU und dann gegenüber unseren Befreiern. Doch anfangen können wir hier nicht damit, dass wir die Merkel wegtun.

Verstehst Du, dass mein Anliegen nicht aus der Bewunderung für die angeblich mächtigste Frau der Welt herrührt? Ob sie nun Friedensnobel- oder UN- oder EU-Tante oder wer auch immer geheißen werden wird? Es geht mir um das Ganze. Und ich gebe zu, einerseits haben wir das Entropiegesetz, das im Debitismus steckt, da könnte man alles nur schneller den Bach runtergehen lassen, weil es sowieso passiert und auf einen Neustart hoffen. Doch andererseits haben wir die Leute, die sagen, lasst uns das totgeweihte System einfach noch mal reparieren.

Wie beim Wettbewerb zwischen Unternehmen: Du musst nicht gut sein, aber besser als Dein Konkurrent. Das reicht aus, um den Markt zu besetzen.

Deshalb neige ich zum Reparieren des Altsystems. Und hierbei ist Merkel wie gesagt nur ein Symptom für die Dysfunktionalität, aber a) nicht das Schlimmste und b) nicht deren Ursache.

Schlimmer ist die Spaltung der Nationalidentität, das sich gegenseitig Aufhetzen und Zerfleischen, und da schauen uns die anderen Länder genüsslich zu, wenn sich ihr Wettbewerber kaputtmacht.

Geben wir doch auch mal ein bißchen Zeit und sehen uns das Ganze in 2016 an. Ich vermute, es wird sehr viel mehr Veränderung angestoßen innerhalb und aus dem System heraus als jetzt. Der Druck zur Veränderung ist größer denn je und die Einzeloptimierer sehen vielleicht mehr Veranlassung, sich mit ihren Kollegen abzustimmen als bisher.

Ich versuche, es mal so auszudrücken: wenn ein Mensch sich nicht ändert, dann hat er dazu nicht genug Energie. Der Spannungszustand, der Unterschied zwischen Ist und Soll ist noch nicht groß genug. Durch die aktuell zunehmende Dramatisierung vieler Lebensumstände wird es zu mehr Veränderung kommen.

Wer Recht bricht, sollte allein um der Glaubwürdigkeit belangt werden. Doch wenn es um Posten-Neubesetzungen geht, dann stellt sich immer wieder die Frage: wer ist in diesem Politgeschäft noch sauber genug und könnte nachfolgen?

Und wie macht es die Schweiz, die allerdings mehr Demokratiejahrzehnte voraus ist? Über Nacht bekommen wir keine Demokratie wie die der Schweizer. Das wollen wir auch immer den Amis beibringen.

Blum

--
It's not what you don't know that gets you into trouble, it's what you know that just ain't so that gets you into trouble. (Satchel Paige)


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