Ich bewundere und beneide die Migranten sehr
Hallo uluwatu,
es ist ja wunderbar, wenn 97% ausnahmsweise die gleiche Meinung haben. Aber es nützt überhaupts nichts, so lange diese 97% nichts tun (außer eben nur eine Meinung zu haben).
Deswegen habe ich so großen Respekt vor all jenen, die in den letzten Montaten als Migranten zu uns gekommen sind: was immer ihre Motive sein gewesen mögen, wenigstens haben sie den Hintern hochbekommen und die Beine in die Hände genommen.
In Deutschland dagegen, und leider auch in diesem Forum, werden nur Meinungen geäußert und Informationen sowie Gefühle weitergegeben, bestensfalls geht man zu einer Demo - was alles nicht unwichtig ist, aber ganz einfach nicht ausreicht, um das zu erreichen, was alle hier wollen.
Wir brauchen eine komplette Staatsreform, und das Thema "Migranten" wäre allenfalls ein aktueller Einstieg. Eine solche Staatsreform muss aber von der Ebene des Wahlkreises ausgehen, d.h. erforderte eine Solidarität und Organisation vor Ort (und eine Menge Hirnschmalz - wie in diesem Forum aber prinzipiell vorhanden). Denn am Ende (wenn man sich auf gemeinsame Beschlüsse geeinigt hat) werden allein vor Ort die Repräsentanten gewählt, die dann die Neuorganisation auf die überregionalen Ebenen heben würden.
Wer glaubt, er könne mit Unmutsäußerungen allein die aktuelle Organisationsstruktur ändern (d.h. Politiker damit zwingen, anders zu handeln) ist auf den Holzweg.
MfG, Weiner
PS: Welchen Formalien die Organisation auf Wahlkreisebene folgen muss, habe ich in früheren Beiträgen hier kurz skizziert. Ich streiche nochmals heraus, dass sie völlig privat erfolgen kann, eigentlich muss - denn sonst wird es den Ersten, die sich daran beteiligen, so gehen, wie es @nereus heute morgen, zehn vor zehn, beschrieben hat.