Vom Ungeist der Utopien
Ich auch nicht. Es gibt allerdings auch Hinweise auf eine noch vor deiner
angesprochenen Zeit liegende Lebensweise, die Matrilinear organisiert war.
Im Wesentlichen mussten die Weibchen emigrieren, während die Männchen im
Clan blieben. Umgekehrt immigrierten fremde Weibchen in den eigenen Clan
und nahmen dort eine Stellung innerhalb der weiblichen Hierarchie ein.
Je weiter entfernt, sowohl geographisch als zeitlich, desto weiter auch entfernt von jeder Überprüfbarkeit, und umso leichter kann man in das entlegene Paradies jede beliebige Utopie hineinprojizieren und von dieser zusammenphantasierten Glückseligkeit ausgehend dann über die Gegenwart richten.
Diese Nummer ist so billig und schäbig, die taugt nicht einmal für's Tittenlokal.
Der Entwurf einer gesellschaftlichen Utopie kann nach beiden Richtungen hin unternommen werden: Messianisch-marxistisch in die Zukunft, stammesgesellschaftlich-animalisch-reaktionär in die Vergangenheit.
Monterone