Sauerstoffmangel
Ich habe mal einen Film gesehen über eine humane Todesstrafe, schnell und ohne Schmerzen. Der Autor plädierte für die Abschaffung der grausamen und schmerzvollen Gaskammer, Todesspritze und der anderen in den USA üblichen Hinrichtungsmethoden und stattdessen für ganz einfachen Sauerstoffentzug. D. h. einfach nur Stickstoff einatmen, wobei wenige Atemzüge reichen.
Im Tierversuch sah man, wie ein Kaninchen beim Öffnen einer Klappe, um an das in einem mit Stickstoff gefluteten Behälter enthalte Futter zu kommen, innerhalb von 1-2 Sekunden einfach umfiel. Danach fiel die Klappe wieder zu und das Tier erholte sich innerhalb einiger Sekunden wieder, da es ja nun wieder Sauerstoff bekam. Damit sollte nur die extrem schnelle Wirkung von Sauerstoffmangel demonstriert werden.
Im Selbstversuch ging der Filmautor selbst auch bis zur Grenze der Bewusstlosigkeit in zunehmend reinerer Stickstoffathmosphäre (d. h. zunehmendem Sauerstoffmangel) und beschrieb dabei eine aufkommende Euphorie und dass er das alles zunehmend lustig fand.
Weiterhin sah ich einen Film, in dem Testpiloten trainiert wurden, bei Druckabfall in der Kabine das Aufsetzen der Sauerstoffmaske zu üben. Auch hier wieder das gleiche Ergebnis: fast sofortige Bewusstlosigkeit. Es war zu sehen, wie der Pilot nach Auslösen des Alarms die Sauerstoffmaske mit einem Handgriff von oben nahm, zum Gesicht führte, es aber nicht mehr schaffte, sich diese über den Kopf zu ziehen, bevor er bewusstlos zusammensackte.