Schopenhauer und Evolution
Was Schopenhauer über den Darwinismus zu sagen gehabt hätte, hätte mich
schon mal interessiert, aber ihm blieb vielleicht nicht mehr genügend
Zeit, denn Darwins Hauptwerk über die Entstehung der Arten wurde Ende 1859
der Öffentlichkeit vorgestellt, und damit kurz vor dem Ableben
Schopenhauers im Jahre 1860.
Ja, vielleicht hätte er seine Thesen angepasst. Schopenhauer war Lamarckianer.
Bei Lamarck ist die Evolution eine Sache des Willens, bei Darwin eine des Zufalls. Neuere Erkenntnisse über die Vererbung erworbener Eigenschaften geben dem Lamarckismus wieder ein bisschen Auftrieb. Ich denke, Evolution ist ein Mix aus Wille und (deterministischem) Zufall.
Sollte nun auch @nemo mit der „Schwarmintelligenz“ der Spermien recht
haben (danke für den Hinweis), dann wären wir wohl doch mal wieder bei
den „pseudowissenschaftlichen“ „Morphogenetischen Feldern“ ohne die
solches kaum zu erklären sein dürfte, oder?
Ich halte Sheldrake nicht für einen Pseudowissenschaftler.
Grüsse, Zara