Staatliche Zwangsversicherung

Falkenauge, Dienstag, 01.09.2015, 17:28 (vor 3797 Tagen) @ Centao2996 Views

Arbeitgeberbeiträge sind in der Tat vorenthaltener Lohn, der einkalkuliert wird.
Damit sind wir beim sozialen Hauptproblem: der Ausbeutung durch zu niedrige Löhne und Gehälter. Wenn jeder ein angemessenes und menschnwürdiges Einkommen hätte, bräuchte man den Taschenspielertrick mit dem Arbeitgeberanteil nicht. Jeder hätte so viel, dass er sich davon auch für die Krankheit selber privat absichern könnte.

Denn - und das ist das nächste soziale Problem - die staatliche Sozialversicherung ist ein Relikt des "fürsorgenden" Obrigkeitsstaates und hat mit der Selbstbestimmung des Menschen in einer Demokratie nichts zu tun.

Die staatliche Krankenversicherung wurde vor einhundertzwanzig Jahren im obrigkeitsstaatlichen Kaiserreich eingeführt, betraf aber anfänglich mit dem vielfach in Not und Abhängigkeit befindlichen Industrieproletariat nur knapp 10 % der Bevölkerung, für die sie damals sicher ein großer sozialer Fortschritt war. Sie hat den Übergang in die Demokratie überdauert und ist inzwischen zum bürokratischen Zwangssystem für über 90 % der Bevölkerung geworden, die als mündige Bürger imstande wären, ihre Krankheitsvorsorge selbst in die Hand zu nehmen.

Eine grundsätzliche Betrachtung hier.


gesamter Thread:

RSS-Feed dieser Diskussion

Werbung

Wandere aus, solange es noch geht.