Der Rueckschluss von der Ammonium-Nitrat/Sulfat-Mischung in Oppau/BASF auf Tjanjin ist m.E. nicht zulaessig ...
... wie ueberhaupt die meisten Spekulationen hier immer nach demselben Prinzip ablaufen:
a) "Ich weiss genau, was und wie es war" und
b) "Darum schliesse ich ..."
Aber a) ist eben falsch (und meist mangels Kenntnis auch noch b)!). Wir wissen nichts bis wenig, jedenfalls bei weitem nicht genug!
Die herumliegenden Container sind 40-Fuß Container, also 12 Meter lang.
Das heisst nur, dass da Container liegen. Ob diese oder andere, die man angeblich nicht mehr sieht, weil sie angeblich selbst detoniert sind oder zerstoert wurden auf andere Weise, ueberhaupt da waren - all das wissen wir nicht!
Das entsprach damals in Oppau locker 4500 Tonnen Ammoniumnitrat.
Das ist so auch nicht richtig.
I) Es gibt andere Schaetzungen, wonach die Explosion in Oppau 1921 nur von ca. einem ZEHNTEL der Menge verursacht wurde, also ca. 500 Tonnen.
II) War es ein "schlechtes" Gemisch aus mindestens 50% Sulfat-Beimengung, zudem feucht.
Selbst wenn I) nicht zutraefe und es doch 4.500 Tonnen waren, so war der Sprengwert deutlich gemindert gegenueber reinem trockenem Ammoniumnitrat, evtl. noch inklusive Verdaemmung. Da reichen (vielleicht) schon 20 Tonnen; vielleicht.
WENN es Ammoniumnitrat ueberhaupt war!!!
Das wären mindestens 100 Container voll.
WENN es Container waren, wenn es Ammoniumnitrat war usw. usf.
Noch unglaublicher waere die Sprengwirkung, wenn es Schweizer Kaese gewesen waere!!!
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Mit 40 DM pro Kopf begann die Marktwirtschaft, mit 400.000 Euro Schulden pro Kopf wird sie enden.
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