Also, falls dies ein Proxykrieg der USA gegen RU sein soll, berücksichtige einmal dies:
Ich freue mich, dass Du @Bernadettes Meinung -meistens deckungsgleich mit
meiner Ansicht-
Ich denke, was Du ansprichst, ist die Auffassung vom Proxykrieg der USA gegen
Russland, der durch die Ukraine geführt würde. Dies ist das russische Narrative.
Die USA hat viel Geld verwendet, um die Ukraine zu entmilitarisieren, zum einen sind
da die Nukes, die die Ukraine zur drittgrössten Nuklearmacht machten, mit einem Arsenal
grösser als GB, FR und China zusammen. Das machte sicher so oder so Sinn.
Es ging aber noch um viel mehr Entmilitarisierung und Obama selber war als Senator
vor Ort präsent, weil er zusammen mit Senator Lubar diese Politik pushte:
![[image]](http://i.dailymail.co.uk/i/pix/2014/03/05/article-2573557-1C0BCEA500000578-460_634x434.jpg)
Zerstört wurden also nicht nur die Nuklearwaffen, sondern ganz normale Waffen,
die so jeder Staat im Arsenal führt.
Wieso also drängte Obama als Senator dermassen darauf, sogar die MANPADS zu zerstören,
z.B. hier: http://fas.org/asmp/resources/110th/StatemagazineArmsControl.pdf
wenn er dann ein paar Jahre später über die Ukraine als Proxy Krieg gegen Russland
führen möchte?
Wieso also ist meine Theorie, die ich mit Blocher teile und für die man auch Hinweise
in Brzezinski's Büchern findet, falsch? Nämlich, dass Obama mit Putin einen Deal hatte,
die Ukraine zu desintegrieren, damit Russland jenen Sicherheitsgürtel, der ein Teil
der Ukraine darstellt, erhält, den es benötigt, um sich "sicherer" zu fühlen?
Der Deal, so wie ihn sich Blocher vorstellt und wie ich ihn mir ebenfalls gut vorstellen kann,
sieht vor, dass Obama und Putin eine Art Stillhalteabkommen haben, um zu sehen, wie sich
die Ukraine von selber desintegriert. Deshalb besteht Putin noch immer darauf, dass
es keine russischen Truppen in der Ukraine gäbe und deshalb ist Obama nervös, weil er
natürlich weiss, dass diese Truppen dort sind.
Auf der Krim hat es noch einigermassen funktioniert, in der Ostukraine funktioniert es
aber nicht, weil die Annahme völlig falsch war, dass es einen grossen und breit abgestützten
Wunsch gäbe, sich Russland anzuschliessen. Einen Hauptgrund für den Irrtum sehe ich darin,
dass es heisst, in der Ostukraine werde vor allem Russisch gesprochen - es wird aber sehr
oft Surschik gesprochen und es ist etwa so, wie wenn man annähme, Deutschweizer seien Deutsche und
wollen sich Deutschland anschliessen.
Oder nimm das Beispiel der Javelins, die Poroschenko unbedingt kaufen möchte, ein riesen Theater,
als ob diese Javelins den Unterschied auf dem Kampfplatz ausmachen könnten, z.B.:
http://www.wsj.com/articles/message-from-battlefield-ukraine-1438106297
Ich bin kein Experte, aber das, was die Ukraine selber herstellt, SKIF, erscheint im Hinblick
auf den Preis kein schlechteres Preis-/Leistungsverhältnis zu bieten:
http://en.uos.ua/produktsiya/vooruzhenie-i-boepripasi/31-nosimiy-protivotankoviy-raketn...
Es geht beim Javelin-Kauf um etwas ganz anderes, nämlich darum, der Ukraine zuzugestehen,
dass sie als Einheit bestehen bleiben soll.
MMn versucht Obama zu retten, was gerettet werden kann, macht aber Schritt um Schritt zurück, hat
sogar ein paar ausgemusterte Hummvees und ein paar Ausbildner rübergeschickt.
(Von den angeblichen 200 Greystone/Blackwater Söldnern ist nie was Belastbares aufgetaucht und
der Vorwurf wird längst nicht mehr erhoben)
Und jetzt ist die Scheisse angerichtet.
An das sollte man dann vielleicht auch im Mittleren Osten denken, wenn man Kurden und Kurden,
Sunniten und Sunniten, Schiiten und Schiiten, etc. in eigene Staaten stecken möchte und denke,
das passe schon.