Das 1/3-Phänomen

Mephistopheles, Datschiburg, Mittwoch, 29.07.2015, 14:35 (vor 3828 Tagen) @ Hasso5314 Views

Hallo azur,
kennst Du real existierende "BMW-Betriebe" und die dort arbeitenden
Määntschen?

So nennen Finanzbeamte Betriebe, wo fast alles mit Bargeld läuft... also
z.B. "Bäcker, Metzger, Wirte".

Bei denen wird (bisher) auch nicht so ganz genau hingeguckt, denn
unsere Ober-Finanzamt-Fürsten wissen, dass die meisten dieser Betriebe bei
lückenloser Besteuerung und vollem Sozialabgriff sofort "platt
wären
"... und keine einzige müde Steuer-Maus mehr rüber käme!
Und die Millionen BMW-Mitarbeiter würden nicht nur manchmal "aufstocken",
sondern sofort zum Vollkunden der ARGE[[sauer]]

Komisch, und diese Betriebe haben früher ganz normal funktioniert und - auch ihre Steuern bezahlt. Mein Vater hatte eine Tankstelle mit Werkstatt, war nicht dolle, ging aber rum, und alle Steuern wurden bezahlt, z.B. 4% Umsatzsteuer.

Wieso ging das früher?
Die Erklärung ist einfach, aber niemand sieht den Elefanten im Laden.
Früher betrug die Steuerbelastung incl. Abgaben etwa 1/3, und heute beträgt sie 2/3.
Früher trug der Arbeitnehmer also netto etwa 2/3 von dem, was er verdiente, nach Hause, und heute nur noch 1/3.

Früher kostete der Liter Milch 60Pf., die Brezel 12 Pf usw.. Das entspricht heute etwa 3 Euro bzw. 60. Ct. - und davon konnte der Bauer oder Bäcker leben.
Früher haben die Töchter der Bauern die Kühe noch jeden Tag auf die Wiese getrieben, die Kuh lieferte 8-10l/Tag, und der Hof hatte 20 Kühe.

Ginge heute alles ebenso - bei einem Preis von 3 Euro/l Milch.
Und die Arbeiter und Angestellten könnten es sich alle leisten, auch dass die Frau zu Hause ist und sich nur um die 2-3 Kinder + Haushalt kümmert, womit sie zusammen mit der Kontaktpflege zu ihren Freundinnen vollauf beschäftigt ist.
Aber das ginge eben nur dann, wenn das Nettoeinkommen verdoppelt würde, die Arbeitnehmer also wieder 2/3 kassierten und der Staat sich mit 1/3 begnügen würde.

Aber, wir leben halt in einer Demokratie, und die Gier der Demokraten, welche unser Volk beherrschen, ist unersättlich.

Fritz II. hielt eine Abgabenquote von max 50% für angemessen, dabei war Preußen verschrien als Militärstaat und entsprechend hoch waren die Forderungen.
Überall woanders, über das ganze Mittelalter hinweg, betrug die Abgabenquote in etwa 1/3 dessen, was erwirtschaftet wurde.
Ausnahmen bildeten nur der Stalinismus, der von den Bauern 70% der Ernte einforderte, was zu einer Hungersnot in der Ukraine führte - die Bauern hatten dann eben keine Reserven mehr für Saatgut - und unsere Demokratie.


Gruß Mephistopheles

--
Wenn wir nicht das Institut des Eigentums wiederherstellen, können wir nicht umhin, das Institut der Sklaverei wiederherzustellen, es gibt keinen dritten Weg. Hillaire Belloc


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