Plan oder nicht Plan

trosinette, Freitag, 17.07.2015, 09:45 (vor 3839 Tagen) @ Shindo2074 Views

Guten Tag,

Ich glaube nicht an den großen Plan.

Ich sehr wohl, mit vielen guten Begründungen, welche hier im Forum schon zigfach aufgezeigt wurden.

Sicherlich wursteln Menschen im Zeitgeschehen herum. Dieses Rumgewurstel kann ich aber nicht als großen menschgemachten Plan verstehen. Die Konsequenzen und Notwendigkeiten des Debitismus sind meines Erachtens nicht das Ergebnis menschgemachter großer Zielsetzungen die vor 10.000 Jahren planvoll von den erfindungsreichen Machthaber erdacht und anschließen tatkräftig von Generation zu Generation in Angriff genommen wurden. Den Debitismus halte ich eher für ein unvorhergesehenes und unerwünschtes Abfallprodukt und Quittung unserer Machenschaften. Dabei treibt der Debitismus uns und die Machthaber vor sich her. Und dies meist unbemerkt, oder würdest du ein Zwangssystem planen, wenn du weißt, das Zwangssysteme immer scheitern müssen?

Zum einen gehe ich davon aus, dass sich der Glaube an den großen Plan aus unserem Größen- und Machbarkeitswahn spießt, der uns seit geraumer Zeit innewohnt und eine Eigendynamik der Geschichte und des Weltenlaufs ausschließt. Wir, bzw. die Mächtigen haben alles restlos in der Hand, Anything goes, the sky is the limit, es gibt keine Probleme, es gib nur Lösungen.

Zum andere schwingt im Glauben an den großen Plan die Hoffnung mit, das wir die Weltverschwörung offen legen können, ihre Protagonisten identifizieren, dann eliminieren und anschließend den großen Plan dahingehend modifizieren, dass wir nur noch die Vorteile der Zivilisation genießen und die Widrigkeiten ausradiert sind. Laut Beo2 muss man z.B. nur eine Schuldenbremse in die Verfassung schreiben, um die Welt in ruhigeres Fahrwasser zu bringen. So genial einfach kann also die Regulierung unserer Lebensumstände sein?! Dabei darf man vermutlich nur nicht den Menschen auf der Rechnung haben.

Mit freundlichen Grüßen
Schneider


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