Wo gestoppt?

Rybezahl, Freitag, 17.07.2015, 01:49 (vor 3838 Tagen) @ Beo21738 Views
bearbeitet von unbekannt, Freitag, 17.07.2015, 02:18

Leider gehen die anderen Antworten nicht auf mein Schreiben ein, also nur dies:

Also: Staatseinnahmen < Staatsausgaben


Nochmals etwas Algebra extra für Dich ...

WENN (deine These) gilt:
Steuereinnahmen - Eigenfinanzierung = Staatsausgaben

DANN gilt auch:
Steuereinnahmen = Eigenfinanzierung + Staatsausgaben

Häh? Dreht man meine Gleichung um, dann heißt es:
Staatsausgaben = Steuereinnahmen - Eigenfinanzierung.

Woraus folgt, dass:

Steuereinnahmen > Staatsausgaben (wenn 'Eigenfinanzierung > 0')

Also doch lieber Schulden machen?

Der ganze bürokratische Apparat des Staates ist die unwirtschaftlichste

Firma, die man sich vorstellen kann.

Das ist sinnfreie Demagogie, was Du hier verzapfst.

Aha. Ich finde es pervers von Frieden, Freiheit und Gerechtigkeit zu sprechen, wenn man gerade dabei ist, große Teile der Bevölkerung ins Elend zu stürzen.

Eigentlich ist es recht simpel, was ich sage. Würde der Staat sich selbst erhalten können, gäbe es überhaupt kein Problem. Der Staat nimmt dann eben 20% vom BIP und verteilt es so, wie es ihm beliebt.
Das ist aber nicht der Fall. Er kann sich nicht selbst erhalten, sondern muss von den Steuern leben. Hinzu kommen Zinsen für die (wenn auch geringen) Schulden. Und den Rest der Steuereinnahmen investiert der Staat wie jedes gewöhnliche Unternehmen - zum Beispiel in Autobahnen.

So erzeugt dein "Fast-Ohne-Schulden"-Staat nebenbei einen zusätzlichen Schuldendruck in der freien Wirtschaft, denn diese Unternehmen mussten ja einen Kredit nehmen, dein Modell-Staat hingegen bedient sich an diesen Krediten nur.
Und eben dieses Geld, das sich der Staat nimmt, das fehlt* dann in der freien Wirtschaft zur Bedienung der Kredite. Die Investitionen der freien Wirtschaft müssen sinken.
Das hat, wie ich schon schrieb, zur Folge, dass dieser Modell-Staat entweder die Steuern immer weiter erhöhen, oder mit stetig sinkenden Steuereinnahmen rechnen muss.
Alternativ muss sich ein Unternehmer finden, der die Rolle des heute real existierenden Staates übernimmt.

* Es fehlt natürlich nicht, zumindest nicht im Sinne von "zu nichts geworden".

Gruß vom
Rybezahl.

--
Dieses Schreiben wurde elektronisch erstellt und enthält deshalb keine Unterschrift.


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