Zu wachsender Staatsverschuldung ..

Beo2, NRW Witten, Donnerstag, 16.07.2015, 12:32 (vor 3839 Tagen) @ Leserzuschrift2477 Views

wenn man annimmt, dass am Ende eh alles in der Überschuldung crasht, weshalb griechenlandisiert Deutschland jetzt nicht? Hemmungslose Verschuldung, aber intelligent, massenweise Investition in Infrastruktur und Bildung etc.. Wenn alles crasht, hätte Deutschland für den Neustart die besseren Strassen und die modernere Industrie.

Das funktioniert nicht .. siehe Japan (und anderswo) mit seiner Staatsverschuldung von 230% des BIP (.. in DE ca. 75%) und seiner chronischen Stagnation:
http://www.laenderdaten.de/wirtschaft/staatsverschuldung.aspx

Viele Rentner dort gehen im Winter klauen, weil es im Knast warm ist, Gesprächspartner und genug zu essen gibt.

Wir leben in einem durch und durch korrupten System. Wachsende Staatsverschuldung führt einerseits zur Selbstbedienung der Volkszertreter, ihrer Parteien und ihrer Gönner sowie andererseits zu wachsenden privaten Geldvermögen in wenigen Händen, die den Weg zurück zum Staat (via Steuerabgaben) partout nicht gehen wollen. Diese Geldvermögen kaufen sich wiederum die Politik (Politiker und Parteien), die sie benötigen, um weiter überproportional wachsen zu können. Die Gekauften bekommen dafür ihre Machterhaltung und Machtzuwachs.
Somit besteht hier eine positive Rückkopplung (Filz) zwischen der politischen und der wirtschaftlichen Macht (Machtzuwachs) Weniger, die zur Verarmung und Entmachtung eines immer größeren Teils der Bevölkerung und damit zur wirtschaftlichen Stagnation bis zum Crash führen muss .. ganz egal, wie viel Infrastruktur dabei entsteht. Diese wird beim Crash meistens zerstört oder vergammelt. Beispiele dafür gibt noch und nöcher.

Langer Rede kurzer Sinn: Die Staatsverschuldung darf nicht stärker wachsen (in %) als das BIP .. ausgenommen die ersten 2-3 Jahre nach einem Reset der VoWi. Alles andere muss zum Systemcrash führen.

Mit Gruß, Beo2


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