Kommentar
Das ist gewiß nicht
deterministisch (jedenfalls nicht völlig) oder fatalistisch.
Nicht völlig? Ausserdem: Fatalismus und Determinismus sind zwei
verschiedene Dinge. Fatalistisch könnte man dem Lauf der Welt nur
begegnen, wenn man wüsste, was (determinierterweise) kommt. Da man dies
glücklicherweise aber nicht weiss, ergibt eine fatalistische Haltung auch
in einer determinierten Welt keinen Sinn.
Ich halte einen Schöpfungsplan in einem deterministischen Universum für möglich. Allerdings erschließt sich mir kein Sinn darin. Ist die Welt und alle zeitliche Abfolge der Welt für einen allwissenden Gott immer bekannt, dann macht das "Experiment" wenig spaß. Es müsste wirklich ein grausamer Gott sein, der den Menschen für seine Taten verantwortlich macht.
In einem nicht-deterministischen Universum hingegen, also z.B. in einem Universum, das eine äußere Einwirkung erfahren kann, aber nicht zwangsläufig eine Rückwirkung verursacht, halte ich einen Schöpfungsplan für weniger wahrscheinlich. Es ist denkbar, dass der im ersten Absatz beschriebene Fall eintritt, allerdings mit gleichen Konsequenzen.
Leider (oder zum Glück) wissen wir nicht, ob das Universum begrenzt oder unbegrenzt, einfach oder mehrfach existiert.
Grundsätzlich stelle ich die Behauptung in den Raum, dass ein Schöpfungsplan mit der Idee eines (über alle Zeit hinaus allwissenden) Gottes nicht vereinbar ist, aus oben genannten Gründen.
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Dieses Schreiben wurde elektronisch erstellt und enthält deshalb keine Unterschrift.