Dimensionen und Entwicklung

nemo, Dienstag, 14.07.2015, 01:37 (vor 3842 Tagen) @ Simsalabim4426 Views
bearbeitet von nemo, Dienstag, 14.07.2015, 01:47

Von daher, ja, ein wirklich erhellender Gedanke. Ich empfehle das Studium
der Upanischaden!


Hallo Simsalabim,

was man aus den Dimensionen der Zeit lernen kann ist, dass unsere
Existenz nicht auf drei Dimensionen beschränkt ist. Auf drei Dimensionen
beschränkt zu sein bedeutet, sein Leben in einer gewissen Zeitspanne
zu leben – von der Geburt bis zum Tod. Die Zeit dazwischen verbringen
wir mit – ja mit was eigentlich? – den biologischen Notwendigkeiten.

Zeit ist jedoch keine leere, lineare, mechanische Bewegung – sie ist
viel mehr eine andere Dimension des Seins – eine Art Intelligenz,
ein Naturgesetz, das für die ganzheitliche Entwicklung von Allem
verantwortlich ist. Je nach dem, ob wir sie nutzen können oder nicht.

Das wird dann klar, wenn wir erkennen, dass wir die Zeit nicht
nutzen. Wir verschwenden sie mit eitlen Selbstbefindlichkeiten, mit
sinnlosen Thesen, Ideologien und ständigen Wiederholungen derselben
Fehler und Irrtümer. Oder mit der Hoffnung auf eine bessere Zukunft.
Zukunft existiert jedoch nicht – Zeit findet immer im Sein statt.

Zeit wird erst dann sinnhaft, wenn sie genutzt wird um eine
Entwicklung im Jetzt zu ermöglichen. Jetzt ist gleichbedeutend mit
Erkenntnis und Tiefe. Darin verwandelt sich Zeit in Bewusstheit –
in Absicht oder Willen.

Wo jedoch Tatsachen und Fakten nicht erkannt werden, kann auch
keine Entwicklung stattfinden. Es wird immer nur auf etwas reagiert.
Im Gegenteil, das Gesetz von Ursache und Wirkung wirkt immer, also
auch im Negativen. Der Mensch, der sein eigenes Wesen nicht erkennt,
wird degenerieren. Dasselbe geschieht im kollektiven Bewusstsein.
Evolution kann zu Involution werden, d.h. zu einem Abstieg in einen
mechanischen, sinnlosen Zeitkreislauf ohne Bedeutungen oder Inhalt,
der in seinen Möglichkeiten immer weiter beschränkt wird und daher
degeneriert.

Wenn wir erkennen, dass Zeit eine Qualität der Bewusstheit ist,
wäre das eine Revolution der Intelligenz. Wir würden uns zu liebevollen
Wesen entwickeln, die sich um die Erde kümmern und die Schöpfung
erhalten. Wir würden Räume schaffen in denen eine Entwicklung
stattfinden kann, anstatt sie zu beschränken und immer weiter
einzugrenzen.

So verstehe ich auch Karma. Es funktioniert immer in beide Richtungen,
je nach Erkenntnis. Von den Indern können wir etwas lernen.

Gruß
nemo


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