Nicht übertreiben mit Stacheldraht und MP
Zum einen fahren die Kerle auch über die Feldwege, dann müßte man
wieder Stacheldraht und MP-bewaffnete Kontrollen einführen, die auch
sektorenweise die Felder kontrollieren.
Übertreiben muss man es nicht. Stacheldraht erinnert zu sehr an die Zeiten, wo ganze Völker dahinter eingesperrt waren.
Mir geht es darum, die Grenze für Straßenfahrzeuge unpassierbar zu machen, außer an den offiziellen Grenzübergängen.
Ein Großteil der österr. Grenzen wird ohnehin durch natürliche Hindernisse, wie Flüsse (zB March) und Gebirge, gebildet, wo keiner fahren kann.
Wo dies natürlicherweise noch nicht der Fall ist, macht man einen einfachen Graben, der aussieht wie ein gewöhnlicher Entwässerungsgraben, wie es sie in der klein gegliederten österreichischen Landwirtschaft überall gibt. Fällt gar nicht auf.
Und ist in der Herstellung rasch und preisgünstig, mittels Grabenfräse.
Außer wo der Boden allzu felsig ist; dort nimmt man mit dem Bagger ebendiese Felsen heraus und legt sie in einer Reihe auf, Abstand 1,5m, damit kein Auto dazwischen durch fahren kann. Auch so eine Stein-Reihe fügt sich gut in die Landschaft ein, zumal zwischen den Felsen binnen zweier Jahre von alleine Gebüsch aufwächst und dem Ganzen das Aussehen einer gewöhnlichen Hecke gibt.
Was bei meinen lieben Landsleuten
sowieso zur Lachplatte wird, wenn ich mich daran erinnere, wie das
Bundesheer damals die Grenzen kontrolliert hat. Wenn die überhaupt
jemanden schnappen, dann nur in dem Fall, wenn derjenige direkt auf den
Posten im Beobachtungs-Hochstand zuläuft.
Auch hier fehlte es nur am Willen der Obrigkeit.
Ich hatte damals Kontakt zu österr. Berufssoldaten, die mir von ihrer durchaus hochwertigen Ausrüstung erzählt haben: Nicht „Nachtsichtgeräte“, sondern echte Wärmebildkameras, mit denen man einen Menschen (und ein Fahrzeug mit Verbrennungsmotor natürlich auch) kilometerweit gesehen hat. Originalton eines Bundesheer-Unteroffiziers: „Damit siehst du die Mäuse rammeln.“
Zum anderen habe ich selbst beobachtet, wie die sog. "verdeckten
Ermittler" teilweise im Zivilfahrzeug, aber auch im Polizeifahrzeug am
Straßenrand den fließenden Grenzverkeht beobachten, - aber Kontrollen, -
da siehts schwach aus. Da fährt ein Autoanhänger, voll mit Fahrrädern
beladen, nicht einmal mit Planen abgedeckt, - also frei ersichtlich - bei
Nickelsdorf Richtung Ungarn , - die Beamten steigen nicht einmal aus. Die
Nummern an den Fahrrädern zu kontrollieren, - war denen entweder viel zu
aufwendig, oder waren sie geschmiert, damit sie wegschauen.
Traurig. inzwischen kenne ich kaum jemanden, dem noch KEIN Fahrrad gestohlen wurde.