Anmerkung

helmut-1, Siebenbürgen, Samstag, 27.06.2015, 05:53 (vor 3859 Tagen) @ Leisereiter1462 Views

Die Diebe waren zu 80 Prozent nichtösterreichischer Herkunft.

Stimmt. Sie haben Pässe aus RO, BUL, MD,UA, SRB (das sind die meisten). Öfters fahren sie aber auch mit Fahrzeugen, die in A oder D zugelassen sind.

LKWs und Kastenwägen voller Diebesgut fahren Tag und Nacht gen Osten.

Da ist das Problem. Was ich gemeint habe, mit dem schwachen Effekt bei Grenzkontrollen, basiert auf zweierlei:

Zum einen fahren die Kerle auch über die Feldwege, dann müßte man wieder Stacheldraht und MP-bewaffnete Kontrollen einführen, die auch sektorenweise die Felder kontrollieren. Was bei meinen lieben Landsleuten sowieso zur Lachplatte wird, wenn ich mich daran erinnere, wie das Bundesheer damals die Grenzen kontrolliert hat. Wenn die überhaupt jemanden schnappen, dann nur in dem Fall, wenn derjenige direkt auf den Posten im Beobachtungs-Hochstand zuläuft.

Zum anderen habe ich selbst beobachtet, wie die sog. "verdeckten Ermittler" teilweise im Zivilfahrzeug, aber auch im Polizeifahrzeug am Straßenrand den fließenden Grenzverkeht beobachten, - aber Kontrollen, - da siehts schwach aus. Da fährt ein Autoanhänger, voll mit Fahrrädern beladen, nicht einmal mit Planen abgedeckt, - also frei ersichtlich - bei Nickelsdorf Richtung Ungarn , - die Beamten steigen nicht einmal aus. Die Nummern an den Fahrrädern zu kontrollieren, - war denen entweder viel zu aufwendig, oder waren sie geschmiert, damit sie wegschauen.

Traktoren werden von deutschen und österreichischen Bauernhöfen weg
gestohlen und wandern als Alteisen in östliche Stahlschmelzen.

Da trifft dasselbe zu, - auch bei ganzen Agrargeräten oder Ersatzteilen wird nicht kontrolliert. Im übrigen kenne ich keine Schmelzen z.B. in RO, das Ganze geht entweder direkt nach Constanza an den Hafen, von wo es aus in die Länder verschifft wird, wo Nachfrage für Rohstoffe herrscht (z.B. China oder Indien), oder wird es direkt in Österreich zu den Schrottsammlern gebracht. Auch da gibts genügend Schwachstellen, die gar nicht fragen, woher das Zeug stammt.

Die anderen aufgeführten Beispiele sind mir genauso bekannt, das stimmt alles, was Du geschrieben hast.

Lösung: Grenzkontrollen, aber nur zur Bekämpfung echter Kriminalität
und zur Dokumentation:

1. Hat jeder ein gültiges Ausweisdokument bei sich? Zur Fahndung
ausgeschrieben?

2. WER führt WELCHE WARE oder WELCHES AUTO mit sich: Einfach nur
fotografieren, alle Waren, auch alle vorhandenen Fahrgestellnummern,
Typenschilder auf Geräten etc. und jeweils in einer Datei mit dem
Ausweisfoto dessen, der die Ware über die Grenze bringt, speichern.

Wegen Datenschutz werden die Daten nach einem halben Jahr gelöscht, wenn
sie bis dahin nicht einer Straftat zugeordnet wurden.

Bis die Diebstahlsanzeigen eintrudeln, dauert es meist ein paar Tage (bis
Wochen, wenn der wahre Eigentümer auf Urlaub war)

… und dann bekommt der Bestohlene Fotos von an der Grenze fotografierten
Waren gezeigt und kann die seinen identifizieren, und man hat dann auch
gleich das Ausweisfoto des Diebes (oder Hehlers) dabei.

Wäre eine Möglichkeit, wenn das konsequent gemacht würde, zumindest einen Versuch wert. Ist aber nicht der Fall. Auch ich bin einmal am Parkplatz vor der grenze mit dem PKW und dem Anhänger kontrolliert worden, - dann gabs auch eine teure Verwarnung, - die ich nur deshalb bezahlt habe, weil ich übermüdet war und nicht rational denken konnte. Die Beamten haben sich daran aufgegeilt, dass das Fahrzeug, - während ichdie Vignette gekauft habe, - an einem nicht als Parkplatz ausgewiesenen Platz geparkt war, - und ein Blinker nicht ging. Für das, was da alles auf dem Anhänger drauf war, - hatten sie überhaupt kein Interesse. Anschließend wollte ich die Herrschaften auflaufen lassen, - wollte das mit einem Brief an den Polizeipräsidenten sowie an die Presse publizieren, - weil es offensichtlich nur dem einen Zweck gedient hat: Fahrzeuge mit osteuropäischen Kennzeichen auf den Autobahnparkplätzen zu fi...en. Habs aber dann bleiben lassen, weil mein Sohn ja auch bei dem Klub dabei ist und ich Bedenken hatte, dass das irgendwelche Nachteile für ihn haben könnte.

ECHTE Verbrecher aus dem Verkehr zu ziehen ist einfach, mit den heutigen
technischen Möglichkeiten einfacher denn je. Wenn die hochverehrte
Obrigkeit nur will.

Ja, wenn sie nur will. Ich habe da in Rumänien - eigentlich nur zufällig - jemanden beobachtet, auf einem Parkplatz vor dem Supermarkt, weil der sich eigenartig verhalten hatte. Ein gutes Personengedächtnis habe ich sowieso, - und danach habe ich in den Nachrichten irgendeine Meldung gehört, über jemanden, der im Zusammenhang mit einer Straftat gesucht wird. Es war auch die Rede, dass der sich vermutlich in südosteuropäische Länder abgesetzt hat.

Da der von mir Beobachtete demjenigen sehr ähnlich sah, das veröffentlichte Foto aber sehr undeutlich war, holte ich mir aus dem Net die zuständige Dienststelle in D heraus und mailte den Vorfall mit der Bitte, mir doch genauere Fotos zu schicken, damit ich mich vergewissen könnte, ob es sich um den Gesuchten gehandelt hat. Das war vor ein paar Jahren. Auf die Antwort warte ich noch heute.


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