Bitte ein wenig Fairneß walten lassen
Jahrzehntelange "Reeducation" haben die Geister verwirrt.
Zum einen werden. nach meiner Erfahrung im Gesundheits- und Sozialsystem,
bestimmte ausländische Gruppen eindeutig bevorzugt. Die Ursache dürfte
die Angst des kleinen Sachbearbeiters sein: Noch nie hat jemand einen
Karriereknick erlitten, der "inländerfeindlich" agiert hat, aber
natürlich jemand, dem ... vorgeworfen wurde. Wer einmal mitbekommen hat,
was für ein Eiertanz unter Behördenmitarbeitern gemacht wird, wenn auch
nur der Name "Ausländer" oder gar das deutsche Synonym für "Gipsy"
verwendet wird, versteht das.
Alles sehr richtig gesehen. Nur sollte man bitte nicht den Fehler machen, die Mißstände ausschließlich Deutschen anzulasten.
In einem besiegten und besetzten Land wäre es ein Gebot elementarster Fairneß, auf die Besatzer wenigstens hinzuweisen.
Sie völlig aus der Betrachtung herauszunehmen, liefe darauf hinaus, sich für die Jahre 1939-45 über Polen, Dänemark, Norwegen, Tschechien oder Frankreich zu äußern und die Hitler-Besatzung unter den Tisch fallen zu lassen.
Jeder Politiker, Historiker oder Journalist, der das tut, würde sofort von allen Hunden gehetzt und könnte sich auf seinen existenziellen Ruin vorbereiten.
Beschreibt man BRD und die Deutschen, sollte man immer im Hinterkopf haben, daß unsere Situation ziemlich genau der entspricht, vielleicht noch schlimmer ist, als in Böhmen und Mähren (Tschechien) unter Emil Hacha, dem von Marschall Pétain und Pierre Laval regierten Frankreich oder Vidkun Quislings Norwegen.
Monterone