Interessante Ansichten

helmut-1, Siebenbürgen, Samstag, 06.06.2015, 23:27 (vor 3932 Tagen) @ Michael Grandt4250 Views

Hab mir das mal alles reingezogen, was da geschrieben wurde. Ist ja alles ganz recht und schön, die Polemik ist unnötig.

Da schreibt einer ein Buch über die Grünen, wo dieser Klub auseinandergenommen wird. Solange das mit Quellennachweisen verbunden ist, ist ja gar nichts dagegen zu sagen. Klar muß man dann erst mal das bestimmte Buch lesen, wenn man da was kritisieren will. Vorher das schon unter Beschuß zu nehmen, nur aufgrund der Tatsache, weil man eben die Grünen anders sieht, - das ist zwar legitim, aber ohne Substanz. Wenn Silberengel da ein anderes Verhältnis zu den Grünen hat, dann ist das auch eine Meinung, die man mit demokratischen Spielregeln akzeptieren kann, aber schon alleine deswegen jemand Andersdenkenden zu kritisieren, wirkt unglaubwürdig. Da wäre es besser, die eine oder andere Passage aus dem Buch zu nehmen, mit quellenbelegten Argumenten zu konfrontieren, und daraus ein Resümee zu ziehen.

Ich kann zu dem Buch auch nichts sagen, - weil ich es nicht gelesen habe. Schließlich bin ich selbständig und hab nicht von morgens bis abends Zeit, mir Literatur reinzuziehen. Grade habe ich die "Kohl-Protokolle" fertig, und nun ist das Isis-Buch von Jürgen Todenhöfer dran.

Was die Grünen betrifft, - da bin ich mir sehr unsicher, - ob das alles eine strukturierte und gezielte Bewegung war und ist, oder ob das Ganze als ursprüngliche Protestbewegung nicht einfach nur aus dem Ruder gelaufen ist und sich in verschiedene Richtungen verlaufen hat. Fest steht, dass sich da im Laufe der Jahrzehnte vieles bei den Grünen gewandelt hat, - vieles heute ganz anders ist als früher. Vieles wirkt heute bei den Grünen unglaubwürdig, bei vielem wird einfach nur ein Zick-Zackkurs eingeschlagen. Eine Konsequenz ist - wenn überhaupt, nur bei destruktiver Politik festzustellen. In vielen Punkten stellen sie sich selbst ad absurdum. Das mit Gutmenschen-Mentialität auszugleichen oder damit von eigenen Defiziten abzulenken, ist unglaubwürdig.

Das Hauptanliegen der Grünen, die Energiepolitik, ist ins Hintertreffen geraten, - effizient haben sie hier nichts bewegt. Sich dann demonstrativ bei sozialen Problemen aus dem Fenster zu lehnen, was Homo-Ehe oder Beschneidung sowie überhaupt die Ausländerpolitik betrifft, - das läuft nur darauf raus, von diesem Klientel die Stimmen zu bekommen, die aus dem eigenen Volk nicht mehr zu erwarten sind.

Überhaupt dann, wenn man in undemokratischer Weise die eigenen Kreisverbände abkanzelt, so wie es in Cloppenburg mit Ulf Dunkel geschehen ist, - der in Sachen Beschneidung von Knaben anderer Meinung war und darüber ein Gedicht verfaßt hat. Alles, was nicht der Parteilinie entspricht, dann als parteischädlich hinzustellen und die demokratischen Spielregeln über Bord zu werfen, - das deutet auf Befehlsempfängertum hin, das von Leuten hinter den Kulissen gesteuert wird. Nur so ist auch die Wandlung vom Saulus zum Paulus zu erklären (ich meine damit die Zuwendung zur Kriegsbeteiligung).

Wenn sie mit großen Organisationen was gemein haben, dann ist es die katholische Kirche. Auch die tat sich ungeheuer schwer damit, eine klare Stellung zum Mißbrauch von Kindern zu finden. Man muß sich eben vorher entscheiden, - was besser ist: Auf die eigenen Parteifunktionäre Rücksicht zu nehmen oder eine glaubhafte Parteipolitik nach außen zu zelebrieren. Beides geht oft nicht zusammen.

Für mich war die Tätigkeit auf dem Gebiet des Energiewandels wichtig. Und da siehts mit dem Ergebnis sehr mau aus. Allerdings reduziere ich das nicht auf Atomkraftwerke, sondern sehe das Ganze breiter gestreut. Ist schon über ein Jahr her, als ich da einen Artikel in einem anderen Blog ins Netz gestellt habe.

http://www.siebenbuerger.de/forum/allgemein/2336-energieverbrauch-mal-anders-gesehen/#f...

Das nur als Erklärung dafür, wo ich überall Defizite beim Wort "Grüne" und "Energie" sehe. Fest steht derzeit für mich, dass sie als Partei nichts Positives mehr bewirken, - allenfalls zur Mehrheitsbeschaffung dienen. In vielen Punkten sind sie heute für mich einfach nur unglaubwürdig.

Den Kommentator und Verfasser des Buches einfach nur deswegen schief anzusehen, weil er mit dem Eifler im Clinch liegt, - wie es Silberengel festgestellt hat, - das ist für mich kein Kriterium. Der Eifler ist ein unverbesserlicher Weltverbesserer mit klaren linksideologischen Ansichten, die soweit gehen, dass er die Leute ganz undemokratisch aus seinem Forum wirft, die eine andere Meinung haben. So ist es mir passiert, als ich den "schwarzen Block" als undemokratisch aufgrund der praktizierten Gewaltmethoden kritisiert habe, - Methoden, die ja wirklich an die SA von anno dazumal erinnern. Da hat er sein wahres Gesicht gezeigt, der Eifler, - aber da es schließlich sein Blog ist, wo er das Sagen hat, kann er ja entscheiden, wer da was kommentiert und wer nicht. Ich habs seelisch verkraftet, den Rausschmiß. Aber wenn da jemand anderer auch Probleme mit dem Eifler hat, dann ist das für mich kein Makel.


gesamter Thread:

RSS-Feed dieser Diskussion

Werbung

Wandere aus, solange es noch geht.