Eine eingeschränkte Meinungsfreiheit
Ich kann QFT nur beipflichten. Ich schaue jeden Tag zum Abendbrot mit meiner Familie die Tagesschau. Wie und mit welcher Suggestion die Nachrichten dort teilweise wiedergegeben werden, finde ich zuweilen strafbar. Da ich aber sehr viel im Netz unterwegs bin, kann ich meinen Kindern erklären, warum wie was wiedergegeben wird.
Sie wissen, dass eine einseitige Informationsquelle auch nur einseitiges Denken und Wissen erzeugt.
Letztes Jahr hatte meine Große auf dem Gymnasium das Thema Selbstbestimmung nach Kant. Wir gingen das Thema zusammen durch und übertrugen seine Thesen auf die heutige Zeit. Eine Woche später kam sie mit einer Kopie eines Zeitungsartikels eines amerikanischen Reporters über den Ukrainekonflikt nach Hause. Der Artikel war schon längst als Lüge erkannt, und die Schule wollte, dass sie diesen Artikel auf Kant beziehen.
Da sie die Lüge des Autors kannte, fragte sie mich, was sie schreiben sollte. Leider war ich gezwungen, ihr zu sagen, dass sie nur auf diesen Artikel hin Kant seine Theorien erklären muss. Egal, ob ihr Wissen darüber eine andere Schlussfolgerung ergeben würde.
Unsere Jüngste hat das Thema Flüchtlinge aus Libyen mit aus der Schule gebracht.
Da war ich genau so zurückhaltend, da ich ihr ja nicht raten konnte, die Wahrheit über den Hintergrund der Flüchtlingsströme zu schreiben (u.a. Great-Man-Made-River-Projekt).
Heute las ich zu diesem Thema auf Tagesschau, dass Gaddafi „abgesetzt“ wurde.
Ich war eigentlich darüber informiert, dass sein Flieger mit ihm abgeschossen wurde.
Meine Kinder lernen jetzt schon zu lügen, um unbequemen Fragen oder Repressalien aus dem Wege zu gehen.
Leider erinnert mich dies an die Nazizeit und auch an die DDR.
Meinungsfreiheit ja, aber nur hinter verschlossenen Türen.
euer Nachdenkender
(Diverse Rechtschreibfehler korrigiert)