Kritik, wo es geht und Ruhe, wo nötig

stocksorcerer, Sonntag, 24.05.2015, 15:11 (vor 3888 Tagen) @ Stefan3100 Views

Das kann ich alles ganz gut verstehen. Im beruflichen Umfeld muss man eh vorsichtiger sein, weil man aus völlig nichtigen Gründen heutzutage schon Kunden verliert.

Ich denke, nahezu jedem einzelnen Bürger in dieser Republik geht es nicht sonderlich gut. Ich lasse jetzt mal die Fälle von Asylsuchenden bewusst weg, die nach einem Jahr Hängematte plötzlich die Idee haben, auf Staatskosten das Budget für einen "Heimaturlaub" zu beantragen. Die müssen ja gar furchtbar um ihr Leben gebangt haben, als sie Asylsuchende wurden.. Manche wissen Bescheid, manche haben womöglich nur ein komisches Gefühl, manche haben keine Ahnung, warum sie nicht glücklich sind, aber sie sind es nicht.

Biologisch gesehen Stichwort: Räuber-Beute-Population. Wir sind längst da angekommen, wo der Markt für alle enger geworden ist, die Ärmel hochgekrempelt werden, man seinen Kollegen nur die Hälfte von dem sagt, was einen umtreibt und Teamwork immer unpopulärer wird, weil Ideen regelrecht geklaut werden von Leuten, die Angst um ihr eigenes Renommee in ihren Jobs haben. Der Zweck heiligt die Mittel. Man macht, was man muss, um zu überleben und das redet man sich schön.

Aber im Aufzug zur Tiefgarage beim Supermarkt oder in der Schlange an der Kasse beim Getränkehandel oder am Kiosk-Zeitungsstand lasse ich immer öfter Statements fallen und warte, was sie auslösen.

Bei Ärzten klebe ich Sticker von Spülgel auf die Titelseite des Spiegel und grinse, wenn die auch in den Folgewochen immer noch drauf sind und manche Patienten auf die plakativen Aussagen anspringen.

Gruß
stocksorcerer


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