Verschiedene Eindrücke...
Ich heul' mit den Wölfen, weil ich auf mein Gehalt angewiesen bin.
Ja, so mache ich es beruflichen Umfeld auch. Ich spreche unsere Themen schlicht nicht mehr an, einfach weil es für die eigene wirtschaftliche Existenz zu gefährlich ist.
Interessant ist vielleicht aber noch folgende Erfahrung: Im Rahmen eines Lehrauftrags an einer Hochschule habe ich Klartext gesprochen (allerdings auch darauf geachtet, dass die traditionelle Sichtweise dargestellt wird). Ergebnis: Super begeisterte Studenten. Nur die Hochschule war wohl nicht so begeistert. Den Kurs wird es nämlich nicht wieder geben - was insofern sehr ungewöhnlich ist, als dass bei privaten Hochschulen die Regel zufriedene Studenten = zufriedene Kunden gilt und daher Kurse, die sehr gut ankommen, eigentlich nicht abgesetzt werden. Direkt gesagt oder erklärt wird einem natürlich im übrigen nichts. Diese Dinge werden dann einfach so gemacht.
Meine ganz persönliche Erfahrung: Es ist außerhalb des privaten Bereichs gefährlich und hat starke negative Konsequenzen, das Recht auf Meinungsfreiheit in Anspruch zu nehmen.
Im privaten Umfeld hingegen gilt für mich persönlich: Die Dinge sind gesagt und ausdiskutiert. Ich vermeide da inzwischen Diskussionen auch, einfach weil man sich da am Ende doch nur im Kreise dreht und keine neuen Erkenntnisse gewonnen werden.
Was dann eigentlich wieder den Eindruck mit der Stuttgarter Zeitung bestätigt: Man entscheidet sich irgendwo, irgendwann für einen Planeten - und auf dem "lebt" man dann. Die "Mainstream"-Welt und "unsere" Welt sind aber im Kern nicht kompatibel. Am Ende glaubt man an die eine oder an die andere.
Revo.