Was genau ist eigentlich so verachtenswert an "hasserfüllten Menschen"?

Phoenix5, Montag, 18.05.2015, 18:09 (vor 3896 Tagen) @ Kurz_vor_Schluss3314 Views
bearbeitet von unbekannt, Montag, 18.05.2015, 18:13

Das mag provokant klingen, aber jede Revolution begann doch seit jeher mit Hass - nur wird diese Emotion mit "guten" Revolten nicht mehr in Zusammenhang gebracht, während die Geschichtsbücher den "bösen" Revolten dieses Kainsmal anhängen.

Erich Fromm - ein äußerst kluger Kopf - erklärte "reaktiven Hass" lt. Wikipedia folgendermaßen:

"Er ist immer das Ergebnis einer tiefen Verletzung oder einer schmerzlichen Situation, der man ohnmächtig gegenübersteht, da man sie aus eigener Kraft nicht verändern kann. Erich Fromm schreibt: >Unter reaktivem Hass verstehe ich eine Hassreaktion, die aufgrund eines Angriffs auf mein Leben, meine Sicherheit, auf meine Ideale oder auf eine andere Person, die ich liebe oder mit der ich identifiziert bin. Reaktiver Hass setzt immer voraus, dass jemand eine positive Einstellung zum Leben, zu anderen Menschen und zu Idealen hat. Wer stark lebensbejahend ist, wird entsprechend reagieren, wenn sein Leben bedroht ist.<"

Alle Voraussetzungen diese Eliten zu hassen sind doch erfüllt, weshalb Hass in jeden gesunden Kopf eine natürliche Gefühlsregung auf diese Form der völker- und menschenverachtenden Politik sein darf.

Schlimmer sind dann doch eher jene, die den Hass zu einem Großteil transzendiert haben und den Beginn großer Bewegungen, ebenso wie das Aufhängen der Eliten am Ende der Bewegung, als völlig natürliches Auf und Ab patriarchalischer Geschichte erachten - denn die verändern nie etwas.


Beste Grüße
Einer, der nie etwas verändern wird.


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