Wenn alles schmiltz, was bleibt da fest....? :-)
Hallo KvS,
das will ich mal zum Anlass nehmen etwas persönliches zu schreiben. Es
hat nichts mit
dem Emmentaler Treffen zu tun.
Nabend Käptn,
danke für die schöne Antwort.
Noch ein paar spontane Gedanken dazu.
Das Wissen ist meiner Ansicht nach nur noch schwer zu erkennen. Denn es
ist
nicht mehr Bestandteil dieser Gesellschaft. Es war auch schon zu HeraklitsZeiten, bei den alten Griechen, nicht mehr Bestandteil der Gesellschaft.
Es
wurde nur noch in einigen okkulten Lehren weiter vermittelt.
Das scheint mir immer und überall der Fall zu sein. Ob nun keltische Druiden, die Mysterien von Eleusis, die Kirche - das wesentliche wird versteckt. Lese grade den Talmud in der Übersetzung von Lazarus Goldschmidt - faszinierende Lektüre! Es geht um Kontrolle - immer! Und dass bestimmtes Wissen frei macht - das wusste der Nazarener. Das immerhin dürften auch heute noch manche wissen/ahnen.
Und es ist immer ein und dasselbe, was in uns wohnt, Lebendes wie
Totes, Waches
und Schlafendes und Junges und Altes. Aus der Verschmelzung der
Gegensätze
entsteht das Leben, aus dem Gegensatz zwischen Mann und Frau: das Kind.
Das Leben besteht aus dem Kampf der Gegensätze, denn: Gott ist Tag und
Nacht,
Winter und Sommer, Krieg und Frieden, Sattheit und Hunger.Heraklit
Aus den scheinbaren Gegensätzen – Missklang – entsteht die höchste
Harmonie.
Daher gibt es keinen Widerspruch zwischen Rationalität und Gefühl.
Beides
muss vereint werden um zu einem höheren Ganzen zu gelangen. Zu einem
höheren
Verstand. Ist eigentlich ganz einfach, aber eben nur the
Verdammt! Das Forum hat 80% meiner Antwort im Orkus verschwinden lassen! Damn the Torpedos! Dann nochmal aus dem Gedächtnis:
Für mich findet die "Verschmelzung", wenn Du so willst, bei einem Sinken ins Innere statt - ist so ein Durchdringen von Schichten, so kommt es mir vor - Angst, Wut, Verzweiflung etc. - ist seltsam, aber dadurch fügen sich für mich Dinge zusammen - das könnte man wohl die Verschmelzung nennen.
Dahinter liegt, so scheint mir, die Freiheit - kann insofern auch heute das schöne Bild von Wilhelm Reich aus dem Christusmord (?) verstehen, wo er sinngemäß schreibt, dass jeder Mensch diese Pforte zur Freiheit in sich trägt, aber die meisten schreiend vor ihr davonlaufen, wenn sie ihr näher kommen (weil da ja der ganze Müll davorliegt bzw. man durch den hindurch muss - also eben Angst etc.).
Nietzsche wusste jedenfalls, dass da noch viel mehr im Menschen ist, das stimmt - aber der hat sich irgendwie in sich selber verlaufen, so kommt es mir vor. Ich wüsste gerne mal, was der Nazarener wirklich gesagt hat - "er ging 40 Tage in die Wüste und wurde vom Teufel versucht" oder so ähnlich - da steckt manches drin in diesem Bild.
Schätze jedenfalls, da wir halt den anderen Weg nehmen und uns zunehmend im Außen verlieren, muss uns das irgendwann um die Ohren fliegen - ob es freilich dann bis zur Steinzeit zurückgeht, ist fraglich, weil mir persönlich scheint, dass das kreative Potenzial größer wird. Es mag uns also bei der Verschmelzung noch die ein oder andere Überraschung blühen (oder es kommt die Kernschmelze, dann treffen wir uns in 10 Jahren inner Höhle im Taunus zum Futtern von Mutanthasen, lecker).
Genug - schönen Abend und bis denne
K_v_S