Glyhphosat-Grenzwert für Sojaschrot 1999: 0,1 mg/kg, 2011: 20 mg/kg
D.h. der Grenzwert wurde in maximal 12 Jahren um das 200-fache erhöht.
Ab sofort gentechnikfrei füttern in Triesdorf
(Triesdorf 05. Juli 2011)
Die Ergebnisse der Futtermittelproben liegen inzwischen vor: das Kuhkorn hatte 0,2 mg Glyphosat je kg und der Soja-Schrot 2 mg Glyphosat je kg. Das liegt zwar unter dem derzeitigen Grenzwert von 20 mg/kg für Sojaschrot, doch vor 1999 betrug der Grenzwert 0,1 mg Glyphosat je kg Sojaschrot. Auf Betreiben von der Firma Monsanto hatte die EU damals den Grenzwert drastisch erhöht, wie Benny Härlin in einem taz-blog schreibt. Und weiter: „Dagegen gilt ein Höchstwert von 0,05 mg pro Kilo in Fleisch, Milch und Eiern, mit Ausnahmen bis zu 2 mg Leber und Nieren.â€
http://www.birgit-raab.de/edit/glyphosat.html
Sehr informativ ist auch dieser Artikel:
Glyphosat – Gift für Mensch und Umwelt
Dr. vet. med. Steffi Ober
Quelle: Ober, S: UGB-Forum 6/12, S. 297-300
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Der zulässige EU-Grenzwert für Glyphosat in Sojabohnen liegt bei 20 mg/kg (maximaler Rückstandswert MRL). Er war 1996 angehoben worden, als Monsanto herbizidresistente Sojabohnen einführte. Dieser Wert beruht auf einem Vorschlag der FAO, da bis zu 17 mg/kg Glyphosatrückstande in den Sojabohnen gefunden wurden. Bei Waldpilzen liegt er bei 50 mg/kg, da Pilze weitaus höhere Konzentrationen aufwiesen. Die Glyphosatbelastung gilt als unbedenklich, da nach Ansicht der Behörden die zulässige Gesamtbelastung der Verbraucher mit 0,3 mg/kg Körpergewicht (ADI-Wert) nicht überschritten wird. Da jedoch Glyphosat in steigenden Mengen in Tierfutter, Getreide und anderen Produkten angewandt wird, ist diese Behauptung fraglich. Daten, wie viel Glyphosat tatsächlich von einem Durchschnittsbürger in Deutschland aufgenommen wird, fehlen.
https://www.ugb.de/lebensmittel-im-test/glyphosat/