Die wahren (Nicht-) Eigentümer der BR in D
Guten Abend KK -
Sind die [Schiffseigener bzw. Auftraggeber] eigentlich schon identifiziert?
das ist hochinteressante theoretische Frage - ganz herzlichen Dank!
Schlechte Antwort von mir wäre, wenn ich jetzt, wiewohl möglich, eine Aufzählung begänne und ein paar Namen nannte. Eine ausweichende Antwort, wenn ich sagte: versuchen wir mal, das Schiff an uns zu bringen, dann werden die Eigentümer sich schon melden. Denn Letzteres ist gar sicher: da gab es etwa - nur ein Beispiel - eine gewisse Königin, die hat in vergleichbaren Fällen erst mal den Oberpiraten geschickt (um nicht sofort erkannt zu werden).
Nun, in meiner Sichtweise gibt es nur eine korrekte Antwort: das Schiff ist gegenwärtig herrenlos. Die eigentlichen (treuhänderischen?) Eigentümer von Deutschland wären zwar die Deutschen, vertreten durch die aktuell hier (aber nicht nur hier ...) lebenden drei, vier Generationen - Vätern und Müttern würde ich Stimmrecht für ihre noch nicht volljährigen Kinder zugestehen. Doch die gegenwärtigen Deutschen bekennen sich leider nicht zu ihrem Land und zu seinen einzigartigen Gütern, überlassen es komplett fremden Besitzern - und nehmen es darüber hinaus noch hin, dass man sie zu einer (bald schon austauschbaren?) Schiffsmannschaft degradiert - die meisten von ihnen schuften dabei an Tuch und Seil in der Takelage oder gar im Unterdeck an den Riemen.
Damit komme ich zur Praxis. So wenig wie Falkenauge kann auch ich einen neuen Kapitän vorschlagen. Aber ich darf wenigstens erwähnen, dass das Organisationsverfahren, um zu einem neuen Kapitän zu kommen, bereits vorliegt. Es ist hervorragend verfasst und bewährt, man braucht es nur anzuwenden und umzusetzen. Selbst der aktuelle Kapitän und seine Offizierscrew akzeptieren dieses Organisationsstatut. Alle Beamte, Rechtsanwälte und Steuerberater wurden darauf vereidigt, und wenn man es ihnen vereint (!!) vor die Nase hält, dann bleibt ihnen gar nichts anderes übrig, als dass sie es befolgen.
Die wichtigsten Paragraphen habe ich unten einkopiert.
Mit vergnügten und zuversichtlichen Grüßen,
Weiner
Alle Staatsgewalt geht vom Volke aus. Sie wird vom Volke in Wahlen und Abstimmungen sowie durch besondere Organe der Gesetzgebung, der vollziehenden Gewalt und der Rechtsprechung ausgeübt.
Kreiswahlvorschläge müssen von mindestens 200 Wahlberechtigten des Wahlkreises persönlich und handschriftlich unterzeichnet sein.
Zwischenbemerkung: derartige DirektkandidatINNEN können parteilos sein, und wenn in jedem Wahlkreis ein(e) solche(r) parteilose(r) Direktkandidat(in) die Stimmenmehrheit bekäme, wären schon 50% der Sitze im Parlament besetzt. Für die übrigen 50% kann man eine klitzekleine "Partei der Direkten" gründen, und unterliegt dann folgenden Verfahrensregeln.
Landeslisten müssen von 1 vom Tausend der Wahlberechtigten des Landes bei der letzten Bundestagswahl, jedoch höchstens 2.000 Wahlberechtigten, persönlich und handschriftlich unterzeichnet sein.
Kreiswahlvorschläge der Parteien müssen von mindestens 200 Wahlberechtigten des Wahlkreises persönlich und handschriftlich unterzeichnet sein.
Schlussbemerkung: mit 2 x 200 Unterstützern pro Wahlkreis kann man die Meuterei beginnen. Ich schäme mich etwas, dass ich eine derartige Bildsprache bemühen muss, um die wahren Verhältnisse der Gegenwart hoffentlich angemessen zu beschreiben.