Danke - und willkommen im alten Europa!
Mein Interesse am "Osten" Europas, der während meiner Jugend für mich eine hinter dem eisernen Vorhang weggeschlossene terra incognita war, ist seit einigen Jahren auch erwacht - inspiriert auch durch die Filme von Volker Koepp. Von wegen "Osten": die erste Entdeckung bestand darin, daß ein großer Teil des damaligen "Ostblocks" eigentlich Zentraleuropa ist.
Letzten Sommer habe ich das ehemalige Ostpreußen besucht, auf der kurischen Nehrung gewohnt, und bin an der Brücke von Tilsit gestanden - an der Luisenbrücke, direkt an der EU-Außengrenze zwischen dem heutigen Litauen und der heutigen russischen Enklave Kaliningrad (ehemals Königsberger Gebiet).
Und heute baut Polen an seiner Grenze zum Kaliningrader Gebiet neue Wachttürme, die Russen postieren auf dem Kalinigrader Gebiet Raketen, die Atomsprengköpfe tragen können.
Wer die Spaltung Europas betreibt und mit welchen Mitteln - und sie schon nach WK II betrieben hat - habe ich erst in den letzten Monaten mit dem Wirbel um Friedmans Rede in Chicago wirklich begriffen.
Lassen wir "alte Europäer" uns nicht auseinanderdividieren! Reist in den Osten, und lernt das "alte Europa" kennen, das dort noch lebendiger ist als im amerikanisierten Westen. Es gibt europäische Werte, die wir gegen das amerikanische Modell des free market imperialism festhalten und durchsetzen müssen, und dafür müssen die "alten Europäer" zusammenhalten und die US-ideologisierte Brüsseler Junta des Finanzkapitals vertreiben, um ein europäisches Europa zu verwirklichen.
Eins meiner nächsten Reiseziele liegt in der Westukraine ... einst Teil der KuK-Monarchie: Czernowitz.