Weise, weise :-)
Hallo Ashitaka,
hat mir gefallen, dein Text, insbesondere
Das gleicht einem Deja-Vu, einem ironischen "haut mich jetzt nicht mehr aus den Socken", sondern "taucht auf, will ich angehen" und genau deshalb leben, Erfahrungen als Beobachter sammeln. Sich nichts mehr vormachen, sondern die Scheiße als eine Lebensqualität erkennen. Morgen vor versammelter Mannschaft rufen: "Ich liebe scheiß Situationen!"
Wunderbar, die ganze Mischpoke in der Nussschale. Liebe sie einfach, diese scheiß Situationen. Auch hilfreich: Egal, was ist, erst die interne Bewertung macht Situationen und Erfahrungen "gut" oder "schlecht". Keine Bewertung, kein Gut und Schlecht, stattdessen Wahrnehmung, Beobachtung, Sein. Meine erste und bewährte Notfallmaßnahme bei Lebensqualitätsbedrohungsalarm daher: "Bewerten sofort einstellen!"
Es ist schon so viel geschrieben und gesagt worden, deswegen wird aber kein Rad runder, es ist und bleibt ein Rad. Komplizierte Anleitungen zum Glücklich-sein oder Unglücklich-sein. Zur Befreiung, zur Erkenntnis... So viele Wege... Welcher ist der richtige?
Immer wieder das alte Problem: es scheint Ziele zu geben, die erreicht werden müssen oder sollten, um einen wünschenswerten Zustand herzustellen. Und der bleibt dann so für immer - oder auch nicht.
Könnte ja auch langweilig werden. Könnte sich plötzlich doch wieder was dran ändern, dann fängt man wieder von vorne an. Der ganze schwere Stein der Erkenntnis und des Lebens, der muss den Berg wieder hoch.
Gibt nur eine Lösung: Das hier, das alles, das ist schon das ewige Leben. Allerdings verbunden mit dem Aufruf: Und jetzt komm' damit klar!
Grüße,
MI