Stringent gedacht. Toller Text. Super Gedankenexperiment. Bin dabei!

Bernadette_Lauert, Dienstag, 07.04.2015, 10:38 (vor 3933 Tagen) @ sodele3210 Views
bearbeitet von Bernadette_Lauert, Dienstag, 07.04.2015, 11:04

Hallo sodele,

Du hast bei einer schwierigen Thematik (das Innere vs. das Äußere) stringent gedacht.
In Abgrenzung zum #Waldmystizismus schreibst Du:

"Was in deiner Außenwelt passiert, wird von tausend anderen Leuten bestimmt, du kannst das nie zu hundert Prozent beeinflussen. - Ist es nicht so? Niemand schafft es, seine Umgebung zu hundert Prozent nach seinem Willen zu gestalten. Wir probieren es bis zu einem gewissen Grad, das ist aber auch schon alles."

So viel Realismus muss sein, dass es zu keiner Verklärung der Situation führt.

Dein Text dreht sich um´s Glücklichsein durch die richtige Geisteshaltung - wie das als Kind war und wie als konditionierter Systemling.

Ich weiß nicht mehr, ob ich als Kind quasi als Basiseinstellung ab Werk glücklich war und ob dieses Glück lediglich von Phasen des fremdinduzierten Unglücklichseins unterbrochen wurde oder ob ich intensiver glücklich war...

...aber ich war in jedem Fall unbeschwerter und häufiger glücklich.

Meinen Frieden im Inneren mit der verkackten Welt hier im Außen werde ich in absehbarer Zeit nicht machen können. Zu viel Ungerechtigkeit und Lüge prägt diese Welt und muss bekämpft werden, wenn wir nicht daran ersticken wollen.

Ein gewisser Grad an Frieden im Inneren mit dem Holistischen (Innen und Außen) ist bei mir nur durch ständiges gedankliches Aufreiben an der Theodizee-Frage möglich geworden. Erst als ich hier für mich schlüssige Antworten gefunden habe, wurde es besser.

In diesen Themenkomplex spielt auch Deine Aussage rein: "Du bist so wie du bist. Gehe einfach deinen Weg. Wenn du im nächsten Augenblick sterben musst, dann ist das so."

Die Urangst vor der ultimativen Auslöschung des bewussten Seins zu überwinden, ist ein zentraler Punkt.
Meiner Überzeugung nach sind wir (immer wieder) hier, um innerlich zu reifen und "im Außen" dazu beizutragen, die Welt zu verbessern. "In einem gottgefälligen Sinn zu wirken", würde vielleicht ein kath. Pfaffe sagen.

Beweisen lässt sich einiges davon nicht. Aber stringent gedacht ist es zumindest, wenn davon ausgegangen wird, dass es "eine Sinnhaftigkeit von Allem" (Holismus -> Innen und Außen) geben muss.

Gruß, B.


gesamter Thread:

RSS-Feed dieser Diskussion

Werbung

Wandere aus, solange es noch geht.