Bei einer paranoiden Schizophrenie könnte ich mir das ja noch vorstellen.

Olivia, Montag, 06.04.2015, 07:32 (vor 3934 Tagen) @ Diego22876 Views
bearbeitet von unbekannt, Montag, 06.04.2015, 07:55

Eine organische Erkrankung sei nach der vorliegenden ärztlichen
Dokumentation bislang nicht ausgewiesen. Zuletzt hätten weitere
Arztbesuche stattgefunden, ohne dass Suizidität oder
Fremdaggressivität attestiert worden
ist.""

Kein Motiv, keine akute Depressivität, keine akute Selbstgefährdung,
keine akute Fremdaggressivität - die Suizidtheorie kann durch nichts gut
untermauert werden.

..........................

Bei der Diagnose "Depression" fällt es mir schwer, mir eine solche Handlung vorzustellen. Hätte er die Diagnose "Paranoide Schizophrenie" gehabt, dann hätte ich mir vorstellen können, dass er "plötzlich"..... Vermutlich wäre diese Krankheit aber vorher schon seiner Umgebung aufgefallen.

Wobei eine befreundete Psychoanalytikerin beim Gespräch darüber meinte, es sei schwierig, weil sich Depressive so gut "verstellen" könnten. Nun, was auch immer bei der weiteren Untersuchung "herauskommen" mag, so denke ich, dass wohl ein regelmäßiger "Psycho-Check" bei "Gefahrenberufen" angebracht wäre und selbstverständlich auch eine entsprechende Diagnostik im Vorfeld. Soweit ich informiert bin, sollen solche "Checks" bei verschiedenen Berufsgruppen in den USA (nach Stressituationen oder Auffälligkeiten) durchgeführt werden. - Wie überall, kann so etwas natürlich auch mißbraucht werden. Aber was wäre die Alternative? Bedauerlich an der ganzen Sache ist, dass so viele Menschen mit der Diagnose "Depression" nun in Mitleidenschaft gezogen werden. Immerhin ist diese Diagnose die bei weitem Häufigste in diesem Bereich und in den Industrienationen sind extrem viele Menschen davon betroffen. Auch die vielen "Bournouts" könnten hineingezogen werden.

Für einen Depressiven gäbe es wirklich unendlich viele, andere Möglichkeiten, seinem Leben ein Ende zu setzen. Wenn er jedoch die Fluggesellschaft für seinen psychischen Zustand verantwortlich gemacht hätte, dann gäbe das eher Sinn. Aber würde dann nicht auch ein "anklagender" Abschiedsbrief vorliegen?


Eine Schulfreundin von mir hat sich umgebracht. Sie war jahrelang in psychotherapeutischer Behandlung. Einen Tag vorher hatten wir uns als Gruppe noch für das Mathematikabitur vorbereitet. Sie war Teilnehmerin und wir haben nicht das Geringste geahnt. Es war ein Sonntag. Am Montag kamen wir in die Schule und der Direktor teilte uns mit, dass sich unsere Freundin umgebracht hatte. Wir waren fassungslos, weil wir nicht gemerkt hatten, in welchem Zustand sie sich befand. Sie scherzte und war nicht angespannt. Nichts, was auch nur im Geringsten darauf hingewiesen hätte. Auch von ihrer Behandlung wußten wir nichts.

--
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