Nicht der Euro, die EU ist das Problem
Eine vielleicht provokante These möchte ich doch mal unabhängig vom US-EU Verhältnis loswerden:
Die Tatsache, dass ein grosses mehrere Staaten umfassendes Gebiet eine gemeinsame Währung nutzt, ist zunächst mal harmlos. M.W. galten in Grossbritanien und Irland beide Währungen. Und kein Engländer wäre auf die Idee gekommen, die Pensionen der Iren oder deren Staatsdefizit zu übernehmen.
Analog galt im gesamten Ostblock die DM als Reservewährung ohne Probleme für die Stabilität der DM.
Das Problem scheint mir die EU mit ihren gemeinschaftlichen Gesetzen und Regelungen und insbesondere die Freizügigkeit zu sein. Ein Indiz ist ja die von den Griechen als Drohung ausgesprochene Absicht tausende von Asylbewerbern weiter nach Deutschland zu leiten, da die Deutschen - genauer die Parteifunktionäre - diese als willkommene Zuwanderung empfinden.
Bei staatlicher Unabhängigkeit mit normalen Grenzsicherungen wäre das nicht möglich . Falls z.B. Griechenland sich zwar des Euros bedienen würde, aber nicht die finanzielle Absicherung durch die BRD hätte, wäre Griechenland eben - wie vor der EU - arm, mit den Konsequenzen, dass es nicht mehr Devisen ausgeben könnte, als es einnähme.
Ich erinnere mich sehr genau an meinen ersten Aufenthalt in Griechenland in den 70ern, ein balkanoides armes aber sehr freundliches und überaus gastfreundliches Land. Der letzte Aufenhalt vor wenigen Jahren zeigte asiatische SUVs in Mengen, neue Autos, teure Hotels. Ich fürchte das Problem werden wir nicht los und für die Bundesbürger wird es ein nicht absehbarer Kapitalabfluss, der unsere Infrastruktur allmählich "vergriechenlandet". mfg