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Wellenreiter, Freitag, 13.03.2015, 10:22 (vor 3957 Tagen) @ Sylvia2565 Views

Hallo Sylvia,

nach einer aktuellen Umfrage des ZDF-Politbarometers sind 52 % der Deutschen gegen einen Verbleib des "Schuldenstaates" in der Eurozone. Das ist ein Anstieg von 11% gegenüber der Umfrage von vor 3 Wochen :-)

Dagegen ist soweit nichts einzuwenden. Es gibt ja in der Tat gute Gründe für einen Ausstieg Griechenlands aus der Eurozone.

Was aber doch sehr befremdlich wirkt, ist die Tatsache, dass ein öffentlichrechtlicher Sender ein demokratisches Land als "Schuldenstaat" abqualifiziert. Die Amerikaner hatten aber auch hier die Vorreiterrolle und prägten bereits vor vielen Jahren den Begriff "Schurkenstaat" für nicht genehme Regierungen.

Aber was bedeutet das nun insgesamt für den Umgang zwischen Gläubigern und Schuldnern in unserer Gesellschaft. Muss ich mich ab sofort von meinem Bankberater als "Schuldenkunde" bezeichnen lassen, wenn ich einen Kredit habe? :-)

Und wie wollen wir zukünftig Staaten wie bspw. Italien bezeichnen, die auch knöcheltief verschuldet sind, sich aber dank EZB weiterhin über Wasser halten können? Wie wäre es mit "Staat mit Vorzugsverschuldung"?


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