"Wohnraum" im Osten

Brauer, Montag, 23.02.2015, 13:18 (vor 4027 Tagen) @ XERXES4287 Views

Spätestens nach 1933 wurde es von Deutscher Seite nicht mehr artikuliert
(Wohnraum im Osten).

Wurde das Buch denn dahingehend geändert?

Einzige Forderung war die Korridorfrage.

An irgendwas liegt es immer.
Außerdem gab es doch vorher schon einige andere internationale Streitpunkte, bei denen aber um des Friedens willen (weshalb denn sonst?) nachgegeben wurde.

Es war Polen, das erweiterte Gebietsforderungen stellte. So hat man
bereits 1936 Frankreich aufgefordert gemeinsam Deutschland anzugreifen und
man träumte auch öffentlich von einem polnischen Berlin.

Das war in Mode. Schließlich war Polen gerade erst wieder aufgetaucht. Weshalb den Schwung nicht mitnehmen? Die Nachbarn fordern schließlich auch Lebensraum...

Somit hatte Halifax leichtes Spiel, Oberst Beck für seine Pläne
einzuspannen und diesen - und damit ganz Polen - sehenden Auges in die
Katastrophe rennen zu lassen!

Es gibt mehrere Gründe, weshalb Kriege ausgebrochen werden:
a) Beide Gegner sind sich sicher, zu gewinnen
b) Dem Unterlegenen scheint der Sieg wegen eines Bündnisses sicher
c) Eine Partei befürchtet, in Zukunft möglicherweise unterlegen zu sein (und kommt ja nur zuvor)
d) Es sind im Falle eines Nachgebens derartige wirtschaftliche- oder
Gebietsverluste zu erwarten, dass die Irrationalität überhand nimmt. Auch eine Bedrohung der herrschenden politischen Klasse fällt u.U. hier rein.

Dann kommen halt Fehleinschätzungen und Unvorhersehbarkeiten dazu, so dass die Sache für einen der beiden eben nicht so ganz hin haut.
Beginnen tut aber außer bei Fall d nicht der "Schuldige", sondern der vermeintlich Stärkere.

Der Ukraine und den Separatisten würde ich "b" zuordnen, während bei Russland ggf. "d" zuträfe.
Den USA dagegen läuft die Zeit zur NWO nach ihrem Gusto ab, weshalb nach "c" die Methoden möglicherweise (noch) rabiater werden.


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