Bin erstaunt, dass die Umverteilung kleine Leute --> Banken hier ein abgestrittenes Thema ist

Fussgänger, Sonntag, 15.02.2015, 06:15 (vor 4035 Tagen) @ Orlando2654 Views

Man hätte den Sparer nicht zwingend ruiniert. Man hätte z. B. die
Einlagen bis 1 Mio Euro durch den Staat garantieren können. Dann

hätte

man die Banken in den Konkurs rasseln lassen und den Leuten wäre

dennoch

bis zu einer Mio geblieben.


Das hätte den Steuerzahler nichts gekostet?

Wieso nicht? Ich schreibe ja nicht, dass es den Staat und damit den Steuerzahler nichts kosten darf. Aber wenn die Banken zu den Hauptverursachern der Krise gehören, dann muss man wohl nicht die Banken retten, nur damit sie den gleichen Trick ein paar Jahre später wiederholen können.

Welche "Umverteilungsmaßnahmen" sind denn konkret wegen der Rettung der
Peripheriestaaten eingeführt worden?

Über die, die wir hier reden: vom Steuerzahler zu den Banken, die sich verspekuliert hatten.

Ich sehe nur, dass die Renten erhöht
wurden und dass die Löhne steigen, Stichwort Mindestlohn, Tarifabschlüsse
etc. Sogar H4ler kriegen mehr.

Das ist zynisch: zuerst geben wir den Hartz-4-Empfänger extrem wenig Unterstützung und anschliessend rühmen wir uns wegen einer minimalen Erhöhung.

Ganz allgemein hat die Kaufkraft der Bevölkerung in den DACH-Ländern nicht zu-, sondern leicht abgenommen in den letzten 15 Jahren und gleichzeitig hat die Existenzunsicherheit zugenommen. Ich sehe für den normalen Menschen keine nennenswerten Verbesserungen und unter dem Strich, eben wegen den Verunsicherungen, eine deutliche Verschlechterung.

Und wenn nicht, hätte man einfach Geld "drucken" können. Das macht

man

jetzt auch.


Andere beklagen die Schuldenbremse und die Nullzinsen, das widerspricht
irgendwie überbordenden staatlichen Defiziten.

Das hat mit meiner Aussage nichts zu tun.

Das Problem ist doch, dass in diesem Umfeld viel zu wenig Transparenz
herrscht. Wo gehen die Rettungsschirm Milliarden wirklich hin und wo

landen

sie schlussendlich?


Die Staatsausgaben sind öffentlich dokumentiert und müssen alle vom
Parlament einzeln debattiert und beschlossen werden. Da sind allenfalls die
Einzelpläne der Geheimdienste und Teile des Verteidigungsetats geheim.

Es geht doch nicht um die Staatsausgaben! Natürlich sind diese bekannt. Es geht darum, wie das Geld schlussendlich verwendet wird, wenn es den Staat "verlassen" hat. Wo kommt das Geld schlussendlich an und was geschieht damit? Das sind die interessanten Fragen.


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