Alles richtig bis auf den Strawman-Begriff "neoliberal" ...
Sie kehrten erst durch die von der neoliberalen Theorie forcierten Deregulierungen ab den 80er Jahren als Möglichkeit wieder auf die Märkte zurück.
Deregulierng bedeutet: keine Regeln. Oder weniger Regeln, wenigstens.
Letzteres ist aber bereits hochproblematisch: wer z.B. einerseits "dereguliert", dass man jetzt beliebig starke Motoren in Autos einbauen darf, aber die Haftung fuer Unfaelle gesetzlich begrenzt (!), der darf sich nicht wundern, dass am Ende Autos gekauft werden, die "preiswerter" sind - naemlich die Sorte mit grossem Motor, hoher Hoechstgeschwindigkeit und schwachen Bremsen.
Jeder weiss, dass umgekehrte Konstruktion (schwachmotorisierte Kraftfahrzeuge mit ueberdimensionierten Bremsen!) kaum marktfaehig sein werden - solange die Haftungsbegrenzung (= Regulierung, zum mitschreiben!) gilt.
Hoer daher bitte auf, immer von neoliberal zu faseln! Denn mehr als Faselei ist es nicht.
Wenn dagegen die Maerkte dereguliert waeren, koennte ich eine Haftungsklage anstrengen gegen einen Hersteller und einen Fahrer/Halter eines KFZ mit der falschen (d.h. fahrlaessig unsicheren!) Kombination aus Motorisierung und Verzoegerungseinrichtung (vulgo Bremsen) auf Schadenersatz verklagen. Bisher ist noch kein Banker verklagt worden, nur Leute wie Nonnenmacher - weil sie selbst diese Regeln noch gebrochen haben.
Das genau geschieht, wenn man Banken erlaubt, ohne Kapital z.B. Anleihen zu kaufen. Wenn dagegen die Haftung der Vorstaende auf diese Operationen ausgedehnt wuerde, die man als fahrlaessige inkongruente Finanzierung bezeichnen muesste, kaeme das nie vor.
Da sch Keynesianer aber niemals mit Wirtschafts- und Haftungsrecht auskennen wollen, sondern als Abhilfe raten, Flaschen zu verbuddeln, ist da Hopfen und Malz verloren! Tut mir leid, setzen Sechs.
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Mit 40 DM pro Kopf begann die Marktwirtschaft, mit 400.000 Euro Schulden pro Kopf wird sie enden.
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