We shall overcome

Brendan, Sonntag, 25.12.2016, 11:05 (vor 3365 Tagen) @ Brendan2905 Views
bearbeitet von unbekannt, Sonntag, 25.12.2016, 12:00

We shall overcome

Erst einmal vielen Dank an alle, die sich meinen Weihnachtsgrüßen angeschlossen haben.
Anbei noch ein paar persönliche Worte von meiner Seite und ein Aufruf.

Im Laufe des Jahres war ich aufgrund der Nachrichten ein paar Mal an dem Punkt, wo ich mich fragte, ob wir überhaupt noch ein Chance gegen das 1 Prozent da oben und ihre Politlakaien haben, die uns auf der Nase herumtanzen und offenbar machen können, was sie wollen.
Zum Beispiel:
- die Niederschlagung der griechischen OXI-Abstimmung mit Hilfe der Märkte
- der Sturz der brasilianischen Präsidentin Rousseff und die darauf folgende neoliberale Umgestaltung Brasiliens
- der Ausverkauf kommunalen Eigentums - oder anders ausgedrückt: Volkseigentum - an die Privatwirtschaft zu Ramschpreisen (Autobahnen, Krankenhäuser usw.) obwohl seriöse Institutionen wie der Bundesrechnungshof mehrfach betont haben, dass es effizienter und billiger wäre, diese Einrichtungen in öffentlicher Hand zu belassen

Man könnte wirklich verzweifeln und die Flinte in's Korn werfen.
Doch das ist genau das, was die wollen und eben darum dürfen wir nicht aufgeben, gemäß dem Motto "No surrender, no retreat" (Keine Kapitulation, kein Rückzug).

Trotz der aktuellen Weltlage - Neofeudalismus in USA und Europa; angeblichen Anti-Terror-Krieg gegen Staaten der Dritten Welt, die sich nicht unterdrücken lassen wollen und nicht das Knie beugen; Desinformations- und Diffamierungskampagnen gegen alternative Medien, die die Wahrheit aussprechen; Spaltung der Gesellschaft durch viel zu einfache, dumpfe Parolen - dürfen wir nicht den Kopf hängen lassen.
Es mag sein, dass es uns nicht vegönnt ist, das Ende des Weges zu erreichen - wenn das Schweinesystem (wie Volker Pispers es in seinen Vorträgen immer so vortrefflich nennt) einst beseitigt sein wird und alle Menschen auf dieser Welt in Frieden und Freiheit, ohne Angst vor neoliberaler Suppression, leben können.
Es ist aber wichtig - wenn nicht sogar von entscheidender Bedeutung - dass wir aufstehen und den Mund aufmachen.
Nicht nur für uns, sondern auch für alle künftigen Generationen.
Diese künftigen Generationen werden so oder so einst auf uns zurückblicken und fragen "Was haben sie getan?".

Und wenn Ihr ein Beispiel braucht für jemand, der genügend Mumm hatte, dann nehmt Euch Martin Luther King Junior zum Vorbild.
Dieser hatte sich am 23.August in Washington D.C. vor eine große Menschenmenge gestellt und seine berühmte "I have a dream"-Rede gehalten, die mit einem Satz endet, der das Motto der 99 Prozent sein könnte und dem ich mich an dieser Stelle anschließen möchte.

We will be free at last!

I have a dream-Rede von Martin Luther King Junior

Joan Baez - We shall overcome

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Man kann einen Teil des Volkes die ganze Zeit täuschen und das ganze Volk einen Teil der Zeit. Aber man kann nicht das gesamte Volk die ganze Zeit täuschen.

Abraham Lincoln


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