Krätze im Vormarsch

Leserzuschrift, Dienstag, 06.12.2016, 16:32 (vor 3382 Tagen) @ Literaturhinweis4206 Views

Ja, die Krätze ist im Vormarsch, sicher getriggert durch die Flüchtlinge und deren enge Unterbringung.

Schützen kann man sich durch Hygiene, die Krätze wird durch engen körperlichen Kontakt übertragen, also vor allem die gemeinsame Nutzung von Kleidung oder Betten.

Auch für erfahrene Ärzte (ja, schon klar, die meisten Ärzte sind unfähige Pfuscher und Pharmaknechte) ist die Krätze kaum erkennbar, wenn der Kranke gute Hygiene betreibt, denn dann sind kaum Hautveränderungen erkennbar.

Wegweisend ist dann der extreme Juckreiz, vor allem nachts, der im Kontrast zu der relativ unauffälligen Haut steht.

Richtig ist, dass die Krätze deshalb anfangs oft als Allergie fehlinterpretiert und mit Kortison falsch behandelt wird.

Wichtig ist aber auch, dass nach der milbentötenden Therapie unbedingt mit Kortisonsalben nachbehandelt werden muss, denn die Krätze führt durch den Milbenkot zusätzlich zu einer juckenden allergischen Reaktion.

Wird diese nicht konsequent behandelt, bleibt der Juckreiz, der Patient fühlt sich als nicht geheilt und eine Odyssee beginnt.

Grüsse vom Ärztepfuscher!


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