ob sich das lohnt, wäre allerdings eine andere Frage

nereus, Dienstag, 22.11.2016, 08:42 (vor 3396 Tagen) @ Sundevil4908 Views

Hallo Sundevil!

Was hat Ilse Koch mit dem Infragestellen des Umfangs eines historischen Ereignisses zu tun?
Welchen Charakter dürfen wir einem Richter zubilligen, der eine 88-Jährige ins Gefängnis schickt, weil sie offen sagt, was sie denkt?
Und was soll ich von einer Justiz halten, die nachweisliche Aussagen wie „Sauerkraut, Kartoffelbrei – Bomber Harris, Feuer frei!“ von geistig umnachteten Dummbratzen, nicht einmal als Volksverhetzung zu definieren wagt?
Lies mal was die Piraten zum Feuersturm über Deutschland vom Stapel ließen.

.. über die Bombardierung Dresdens heißt: „Dem Angriff ging der Wunsch voraus, den Krieg und damit das Leiden von Millionen Menschen zu beenden.“ Es sei „vollkommen absurd, den kriegsbedingten Bombenangriff auf Dresden als Massenmord zu bezeichnen“. Es sei dabei um etwas anderes gegangen: „Ein Land, das dutzende Länder überfallen hat und Millionen von Toten verschuldet hat, das neben den Verbrechen der Shoa und dem Porajmos andere Menschen wegen ihrer 'Rasse' und anderem vernichtet hat, musste niedergerungen werden.“
..
Der Fraktionsvorsitzende der 15 Piraten im Abgeordnetenhaus, Oliver Höfinghoff, twittert: „Wer das Bombardement von Hamburg oder Dresden als 'Massenmord' bezeichnet, zeigt im günstigsten Fall seinen Mangel an historischer Bildung!“ Er schreibt: „Wann kapiert dieses Deutschland endlich, dass eine Entnazifizierung heute so nötig ist, wie eh und je.“ Den Kritikern wirft er vor, „das Tätervolk verteidigt lieber sein Deutschsein! Na herzlichen Dank!“ Er unterstützt Anne Helm: Solidarität mit ihr sei „wichtiger als Deutschland!“

Quelle: http://www.taz.de/!5048076/

Ein Mangel an historischer Bildung?
Die betiteln ihren schweren geistigen Schaden auch noch als Bildung?
Ja, bei der Verwendung des Terminus Mißbildung könnte ich mich ggf. damit arrangieren. [[lach]]
Die Solidarität mit einer geistig Verwirrten sei wichtiger als das Wohlergehen eines Landes.
Diese Galgenvögel haben weder historischen Durchblick noch ein Gewissen.
Sie blubbern einfach in ihrem Stumpfsinn in die Welt.
Warum wird hier kein Staatsanwalt aktiv?

Und nun zurück zu Ilse Koch.
Erstaunlicherweise reicht es auch hier lediglich auf Wikipedia zu verweisen.

Während das Ehepaar vor der Berufung Karl Otto Kochs zum Lagerkommandanten in eher bescheidenen Verhältnissen gelebt hatte, führte es in der Villa Buchenwald im SS-Führerquartier des KZs ab 1937 ein luxuriöses Leben. Dieses war vor allem durch umfangreiche Unterschlagung von Bargeldbeträgen und Wertsachen, die Lagerinsassen gestohlen wurden („Staatseigentum“) und deren Ausbeutung als Sklavenarbeiter möglich. Die Ehe war nach außen hin harmonisch, Vertraute beschrieben die Beziehung der beiden jedoch als unterkühlt und funktional. Ihren Kindern gegenüber soll sie zwar liebevoll, phasenweise aber auch desinteressiert gewesen sein. So verbrachten die Kinder häufig Zeit in der Obhut einer Stiefschwester Karl Otto Kochs. Ilse Koch war bei dem Wachpersonal und SS-Offizieren, insbesondere deren Frauen, die ebenfalls in Buchenwald lebten, überwiegend unbeliebt. So habe sie ihren Neureichtum prahlerisch zur Schau gestellt und ihre Stellung als Frau des gefürchteten Lagerkommandanten machtbewusst ausgespielt. Ein Grund für ihren schlechten Ruf dürfte auch gewesen sein, dass sie verschiedene sexuelle Affären hatte, darunter mit Hermann Florstedt und Waldemar Hoven, die selbst verheiratet waren und Kinder hatten. In diesem Zusammenhang wurde auch verschiedentlich beschrieben, dass Ilse Koch sich häufig aufreizend kleidete und damit kokettierte.[2]

Bei den Häftlingen war Ilse Koch wegen dieser aufreizenden Erscheinung und als eine der wenigen Frauen im Lagerkomplex sehr bekannt und zudem als sadistisch gefürchtet.[3] Inwieweit letzteres auf alltägliche Erfahrungen der Häftlinge zurückgeht oder eher Gerüchten entsprang, für die Ilse Koch eine geeignete Projektionsfläche und Personifikation eines sexuell konnotierten Sadismus dargestellt haben könnte, wurde in der Nachschau ihrer Buchenwalder Zeit vor und nach Ende des Krieges zu einer viel beleuchteten Frage. Berichte über Ilse Kochs Grausamkeit gegenüber Häftlingen brachten ihr den Namen „Hexe von Buchenwald“ ein. So soll sie Häftlinge wie Haustiere gehalten haben. Nachweisbar ist, dass diverse Häftlinge zu Arbeiten im Haushalt der Villa Buchenwald gezwungen wurden, da Ilse Koch die Arbeiten einer Hausfrau ablehnte. Sie soll Häftlingen vom Pferd aus innerhalb des Gefangenenlagers Schläge mit der Reitgerte ausgeteilt haben. Zeugen wie der Lagerinsasse und spätere Buchautor Eugen Kogon sagten in der Dachauer Gerichtsverhandlung jedoch aus, sie selbst hätten Ilse Koch den von einem Stacheldrahtzaun abgeschirmten Gefangenenbereich nie betreten sehen.[4] Allerdings hätte sie auch außerhalb des Stacheldrahts häufig Gelegenheit gehabt, zu Gärtner- und Dienstbotenaufgaben gezwungene Häftlinge zu demütigen. Sicher ist, dass sie anders als andere SS-Ehefrauen häufig Bestrafungen als Zuschauerin beiwohnte, weshalb sie zweifellos Kenntnis über die dort verübten Grausamkeiten hatte und „ihre Haltung dem menschlichen Elend im Lager gegenüber [bestenfalls] kalte Gleichgültigkeit“ war.[5]

Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Ilse_Koch

Was bleibt denn in diesem Sammelsurium von der Hexe noch übrig?

Sie kleidete sich aufreizend?
Anne Helm posierte für ihren Blödsinn fast nackt.

Welche ihrer Grausamkeiten ist tatsächlich belegt? Man könnte einen überlebenden Häftling ja mal fragen, ob er lieber in der Villa Koch tätig war oder vorzugsweise in den zahlreichen Bunkern bei Nässe und Minusgraden bis zur Erschöpfung schuftete.
Sie habe die Gelegenheit gehabt dieses und jenes zu tun. Und was besagt das konkret?

Und dann hat sie Bestrafungsaktionen verfolgt.
Das spricht nicht gerade für Anstand und Würde, aber ist das bestrafungswürdig?
Wollen wir wetten, daß bei der nächsten öffentlich angekündigten Auspeitschung oder gar Hinrichtung im Ort „Klein-Siehste-nicht“ mehrere hundert Personen einen „Gafferstau“ kreieren werden?
Übrigens, ihr Mann wurde wegen seiner Vergehen von den Nazis zum Tode verurteilt

Viele Häftlinge sagten aus, sie habe bei jeder Gelegenheit Strafen erteilen lassen. Wenn ein Häftling sie nicht grüßte, sei er von ihr gemeldet worden und habe mit harter Bestrafung rechnen müssen. Andererseits habe sie Insassen bestrafen lassen, wenn sie sie ihrer Auffassung nach unzüchtig angesehen hätten, wobei vielfach der Vorwurf erhoben wurde, dass sie genau dies durch ihre Kleidung bewusst provoziert habe.[6] Ob diese regelmäßigen Meldungen und Aufforderungen zur Bestrafung wirklich durch Ilse Koch erfolgten beziehungsweise in welchem Ausmaß, ist unklar.

Wie gesagt, ich zitiere nicht aus revisionistischer Literatur oder aus den Memoiren von Ursula Haverbeck sondern aus der politisch sich klar positionierenden Wikipedia.

Ein später besonders in Medienberichten als Tatsache verbreiteter Verdacht, Ilse Koch habe sich aus tätowierten Hautstücken von Lagerinsassen Gebrauchsgegenstände wie Putztücher, Etuis und Lampenschirme fertigen lassen, konnte gerichtlich nicht zweifelsfrei nachgewiesen werden.

Es konnte nicht nur nicht nachgewiesen werden, es wurde vermutlich als bösartige Propaganda entlarvt, denn die berühmten Schrumpfköpfe, die der Nachwelt die Grausamkeiten der Nazis beweisen sollten, trugen die Inventarnummern eines deutschen anthropologischen Museums. Das behauptete zumindest Historiker Udo Walendy.
Und nun schauen wir uns diese Beweisstücke einmal an.

[image]

Auch ohne über dieses Verfahren im Detail im Bilde zu sein und über die Auswirkungen auf die organischen Veränderungen sachverständig zu argumentieren, fällt Folgendes auf.
Jeder der sich mit KZ-Dokumentation beschäftigt, weiß, daß die Häftlinge aus Gründen der Hygiene kurz nach ihrer Ankunft kahl geschoren wurden.
Wie kommen dann die beiden Köpfe der „Ausstellung“ zu dieser „Haarpracht“?

Und, was Wikipedia unterschlägt, ist die massenhafte Vergewaltigung von Ilse Koch durch die US-Besatzer während ihrer Haft.

Ihr während der Untersuchungshaft gezeugter Sohn Uwe wurde im Oktober 1947 geboren.

Da fragt man sich doch, wie kam es in der Gefangenschaft zum Geschlechtsverkehr?
Nach 18 Jahren Gefängnis erhängte sich die Verzweifelte in der Haftanstalt Aichach.

Und was melden die offiziellen Gedenkstätten zu den Lampenschirmen aus Menschenhaut?
Falls Dich die offizielle Legende interessiert, schau mal da: https://web.archive.org/web/20131005005930/http://www.mittelbau-dora.de/index.php?p=nac...

Resümiere danach ehrlichen Herzens was am Ende noch real übrig bleibt, außer einer grandiosen und fiktiven Horror-Story.
Ich konzentriere mich jetzt nochmals auf die oben gezeigten Schrumpfköpfe.

Erstmals am 16. April 1945 präsentierte man im befreiten Lager Buchenwald einen Tisch mit Präparaten der Pathologie, darunter eine Anzahl gegerbter, tätowierter Menschenhäute, zwei „Schrumpfköpfe“ sowie einen Lampenschirm. Ein Foto wie auch Filmaufnahmen dieses Tisches gingen um die Welt.
Ausgewählte Stücke, die damals gezeigt wurden - der Lampenschirm war nicht darunter - haben Spezialisten der US-Armee kurze Zeit später auf ihre Authentizität überprüft. Major Reuben Cares, Chef der Pathologie des Seventh Medical Laboratory, APO 403, New York, fertigte eine Expertise über die Echtheit von drei in Buchenwald gefundenen Stücken gegerbter und tätowierter Menschenhaut an. Er kam zu dem Schluß, daß â€žall three specimens are tattooed human skin“. Das Gutachten datiert vom 25.5.1945 und befindet sich im Beweismaterial des Dachauer Buchenwaldprozesses. Einer Aufstellung zufolge (ebenfalls Material Buchenwaldprozeß) ist ein Teil der auf dem Tisch in Buchenwald gezeigten Beweisstücke bis 1947 an verschiedenen Orten und durch wechselnde Personen nacheinander aufbewahrt und gesichert worden: ab 29.4.1945 von Major Purry E. Thomsen, Invantry, 12th Army Group; ab 15.10.1945 von Lt. Colonel Ottmar Eichmann, Cav.; ab 1.12.1946 von Alexander von Blumenthal, CWO, USA; ab 15. Januar 1947 von William D. Denson, War Department civilian Attorney, Chief Prosecutor for the Buchenwald Concentration Camp Case. Heute befinden sich die meisten in den National Archives Washington D.C. und im Armed Forces Institute of Pathology, Washington D. C. Unter den in den National Archives verwahrten Hautstücken ist eines, daß auf eine weitere Verwendung (trapezförmiger Zuschnitt, Lochungen) hinweist.

Fällt Dir etwas auf?
Außer der Präsentation wird kein weiteres Wort mehr über die Schrumpfköpfe verloren.
Die Haut hat man geprüft, aber die Köpfe nicht?
Oder hat man geprüft und etwas gefunden, was wenig zur Legendenbildung beigetragen hätte?
Selbst in Deiner empfohlenen Doku trägt der gezeigte Schrumpfkopf ziemlich langes Haar. Solch banalen Überlegungen will man aber aufgrund des „injizierten Schreckens“ nicht aufkommen lassen.
Oder mußten sich etwa die, für diese gruselige Prozedur Auserkoren, sich extra wieder die Haare wachsen lassen? [[hae]]

Fragen wir einfach mal Anne Helm. Die weiß da sicher Bescheid. [[sauer]]

Doch es ist nun einmal, wie es ist.
Der Sieger schreibt die Geschichte.
Und falls nun jemand noch die Story mit der Judenseife aufgreifen sollte.
Die wurde spätestens 1990 von Yehuda Bauer (Yad Vaschem) als Propaganda entlarvt.

mfG
nereus


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