Die größere Gefahr kommt von innen: Auto-Trojaner
Wenn das Lenkungssystem des Autos digitalisiert ist, inklusive den vielen Sensoren/Kameras, wird es mindestens galvanisch, wenn nicht sogar auf Software-Ebene mit dem restlichen Computersystem des Autos verbunden sein. Und damit ist es mit dem Internet verbunden, mindestens über die Unterhaltungselektronik, oder über WLAN etc.
Damit ist das Auto "hackbar", denn erfahrungsgemäß gibt es in jedem IT-System Lücken, auch wenn die Entwickler diese meinen ausschließen zu können. Das heißt, das Auto könnte per Computer-Fernsteuerung realtime aus der Ferne gelenkt werden, oder durch einen Trojaner, der sich in einem der Systeme im Auto versteckt hat und Anweisungen von außen zeitversetzt ausführt.
Schon 2015 gab es den ersten Fall:
https://www.wired.com/2015/07/hackers-remotely-kill-jeep-highway/
Der Chef des BSI dazu:
https://www.computerbase.de/2016-04/bsi-chef-schoenbohm-hacker-angriffe-als-risiko-fuer...
Nicht, dass Folgendes besonders aussagekräftig wäre, aber in den letzten Monaten gab es mindestens zwei ARD-Tatorte mit gehackten Autos, die zu ferngelenkten Killer-Maschinen wurden, einmal mit drinsitzenden Opfern, einmal mit Opfern, die vom Auto überfahren wurden. Die Vorstellungskraft von Drehbuchschreibern scheint realistischer ausgeprägt zu sein als die der in ihre Technik verliebten Auto- und IT-Profis.
Bernd Borchert